Nach den Unwettern wurde eine Unterstützung für das Stubai vom Land Tirol beschlossen

LH Platter: „Das Land Tirol unterstützt von Sturmschäden betroffene Tiroler sowie geschädigte Gemeinden“STUBAI. LH Platter nahm am Dienstag an der Betriebsleitungssitzung im Stubaital teil. Der geschätzte Schaden beläuft sich auf 2,5 Millionen Euro in Strömen, 2,5 Millionen Euro im Bereich Wasserbau und eine Million Euro im Bereich Landesstraßen. Auch mehr als 20 Privathaushalte sind in Mitleidenschaft gezogen: Eine schnelle Antragsprüfung und finanzielle Hilfen des Landes sind sichergestellt.

Schnelle finanzielle Hilfe

Seit den Katastrophenereignissen 2005 hat das Land Tirol für Großschadensereignisse ausreichend finanziell vorgesorgt. Dadurch ist es nun möglich, in Kombination mit dem Katastrophenfonds des Bundes, den von den aktuellen Unwettern im Stubaital betroffenen Menschen – insbesondere den besonders betroffenen Gemeinden Fulpmes, Neustift und Mieders – schnellstmöglich finanzielle Hilfe zukommen zu lassen Die Tiroler Landesregierung hat in der Regierungssitzung am Dienstag auf Wunsch von LH Günther Platter und LHStv-Sicherheitsbeauftragten Josef Geisler die zügige Durchführung der notwendigen Instandsetzungs- und Baumaßnahmen sowie die Bereitstellung der erforderlichen Mittel sichergestellt. Damit sollen private Elementarschäden und Schäden, für die Kommunen verantwortlich sind – zum Beispiel Gemeindestraßen – schnell behoben werden können. Im Vorfeld der Regierungssitzung nahm LH Platter auch an einer Sitzung der Betriebsleitung in der in der Nacht erneut betroffenen Gemeinde Neustift teil. Der Landeshauptmann steht in ständigem Kontakt mit den Stubaier Bürgermeistern und tauschte sich bei seinem Besuch mit dem Ortsvorsteher von Neustift, Andreas Gleirscher, und den örtlichen Rettungsdiensten aus.

Die Suche nach dem Pfarrer geht weiter

„Die Aufräumarbeiten im Stubaital werden noch immer von der Suche nach dem vermissten Schäfer überschattet. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und den Gläubigen im Pastoralsaal Stubai. Die Unwetter der vergangenen Nacht haben in der Gemeinde Neustift erneut massive Schäden angerichtet. Die Beschreibungen und Bilder bzw. Bilder der Situation, die mir die Gemeinde und der Rettungsdienst heute gegeben haben, waren sehr bewegend. Man spürt die Wucht, mit der ein solches Naturereignis ein ganzes Tal trifft, aber auch die Wucht, mit der Gemeinden in diesen Situationen zusammenrücken. Ich danke allen Beteiligten und den Rettungsdiensten für ihre Unterstützung und ihr Engagement. Auch vom Land Tirol sagen wir unsere volle Unterstützung zu“, betont LH Platter und erinnert: „Tirol war schon immer von Naturphänomenen heimgesucht, insbesondere aufgrund seiner Topographie. Wir können die Natur nicht kontrollieren. Aber wir können uns umfassend vorbereiten, uns bestmöglich absichern und im Schadensfall schnell und unbürokratisch helfen. Die Tiroler und die Gemeinden können sicher sein, dass sie nicht allein gelassen werden.“ Konkret werden, ähnlich wie bei früheren Katastrophenereignissen, Beihilfen in Höhe von 50 Prozent der anerkannten Schäden gewährt. „Davon sind 50 Prozent als Soforthilfe für geschätzte Schäden zu berücksichtigen – das ist österreichweit einzigartig“, betonen LH Platter und LHStv Geisler.

Vorläufige Schätzung: etwa sechs Millionen Euro Schadensersatz

„Die Schadenshöhe wird derzeit ermittelt, damit der Sachschaden schnellstmöglich behoben werden kann; der Staat stellt dafür finanzielle Mittel zur Verfügung. Das Schadensausmaß an Landesstraßen und Gewässern dürfte nach derzeitigem Kenntnisstand etwa sechs Millionen Euro betragen“, sagt LHStv Geisler. Davon entfällt eine Million Euro auf das Landesstraßennetz (Brücken- und Reinigungsarbeiten). ), 2,5 Millionen Euro für die Wildbach- und Lawinenverbauung und 2,5 Millionen Euro für den Wasserbau (bei Pitze, Mellach und Ruetz). Hinzu kommen mehr als 20 Privatschäden damit der Staat sie prüfen und die Gelder auszahlen lassen kann.

Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren

Nachdem es am gestrigen Montagabend in einigen Teilen Tirols und vor allem im Stubaital zu heftigen Unwettern und Muren infolge des Starkregens kam, laufen die Reinigungsarbeiten auf Hochtouren. Vor allem in den am stärksten betroffenen Gemeinden Mieders, Fulpmes und Neustift sind zahlreiche Rettungsdienste vor Ort im Einsatz. Die meisten der vorübergehenden Kürzungen wurden aufgehoben. Bezüglich der Gemeindestraßen wird derzeit am Bau einer Notstraße im Oberbergtal gearbeitet, nach aktuellem Kenntnisstand wird die Stubaier Gletscherstraße voraussichtlich ab der Grawa-Alm den Rest des Tages gesperrt bleiben. . Auch wird daran gearbeitet, die teilweise noch sehr gefüllten Sedimentbecken und Bäche zu reinigen, um bei neuen Unwettern wieder über ausreichende Kapazitäten zu verfügen, berichtet Ivo Schreiner von der Wildbach- und Lawinenverbauung: „Die intensive Arbeit der letzten Tage und Sofortmaßnahmen zeigten Wirkung, dass das Schadensausmaß bestmöglich begrenzt und tausende Kubikmeter Trümmer abgefangen werden konnten. Laut Wetterbericht der ZAMG soll sich die Wetterlage am heutigen Dienstag entspannen.

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