Nach der Explosion – USA: landesweite Großdemonstrationen für strengere Waffengesetze

  • In US-Städten haben sich Menschen bei den sogenannten „Marches for Our Lives“ gegen bewaffnete Gewalt und für eine Verschärfung der Waffengesetze ausgesprochen.
  • Augenzeugen zufolge nahmen Tausende Menschen an der zentralen Kundgebung in der US-Hauptstadt Washington DC teil.
  • Vor allem nach den jüngsten Massakern in Uvalde (21 Tote, darunter 19 Kinder) und Buffalo (10 Tote) mehren sich die Forderungen nach Einschränkungen des Waffenrechts: Die politischen Verhandlungen laufen schleppend.

Demonstranten stellten Schilder mit der Aufschrift „Genug Gedanken und Gebete sind nicht genug“, „Schützt Kinder, nicht Waffen“ und „Genug ist genug“ auf. Demonstranten machen etwas mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung aus, die Meinungsumfragen zufolge strengere Waffengesetze wollen.

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Titel: Eine Gruppe von Müttern nimmt am Marsch gegen bewaffnete Gewalt in Boston, Massachusetts, teil. Schlussstein

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Bildunterschrift: Auch in Portland, Maine, gingen viele Menschen für strengere Waffengesetze in den USA auf die Straße. Schlussstein

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Bildunterschrift: Ihr Land schätzt Waffen mehr als Kinder, kritisiert eine Frau aus Nashville, Tennessee, in ihrem Plakat. Schlussstein

Aufruf zum bundesweiten Schulstreik

Manuel Oliver, der seinen Sohn beim Massaker in Parkland verloren hat, sprach bei der Kundgebung in Washington. Oliver forderte die Schüler auf, dem Unterricht fernzubleiben, um den Druck auf die Politiker zu erhöhen, strengere Waffengesetze zu verabschieden. „Wir rufen zu einem landesweiten Streik amerikanischer Studenten auf allen Bildungsebenen auf“, sagte er. Oliver forderte US-Präsident Joe Biden auf, ein Büro des Weißen Hauses zur Verhütung bewaffneter Gewalt einzurichten.

Biden sagte am Freitag außerhalb eines Besuchs in Los Angeles den Demonstranten seine Unterstützung zu. Vor den Kongresswahlen im November forderte der Demokrat, strengere Waffengesetze seien ein entscheidendes Kriterium für die Wähler. Biden forderte den Kongress erneut auf, strengere Vorschriften zu erlassen und Sturmgewehre zu verbieten. “Wir dürfen das amerikanische Volk nicht noch einmal im Stich lassen.” Strengere Waffengesetze werden seit langem von der republikanischen Opposition im Kongress vereitelt.

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