Auf einem SPD-Fest gab es KO-Attacken. Das Innenministerium spricht von einem “sehr schweren Vorfall”.
Beim Sommerfest der SPD-Bundestagsfraktion wurden mehrere Frauen KO-angegriffen. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung an Unbekannten. Die Polizei in Berlin teilte am Wochenende mit, ihr seien fünf Fälle von Festivalbesuchern mit Symptomen wie allgemeinem Unwohlsein, Schwindel und Gedächtnisverlust bekannt. Ein Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion wies erneut auf die Zahl möglicher Todesopfer hin.
Das Bundesinnenministerium hat in der t-online-Anfrage von einem “sehr schweren Vorfall” gesprochen. Zuständige Ermittlungsbehörden sollen nun “den Fall gründlich aufklären, um die Umstände und Hintergründe zu ermitteln und die Tatverdächtigen zu identifizieren”.
SPD-Chef Lars Klingbeil sagte gegenüber Welt TV: „Es überrascht mich. Es macht mich wütend, dass so etwas bei einer SPD-Veranstaltung passieren kann.“ Nun müssen die Opfer versorgt und geklärt werden, was genau passiert ist. Die Führung der Fraktion, die das Festival organisiert hat, kooperiert mit Sicherheitsbehörden. „Wir werden jetzt alle verfügbaren Informationen auswerten. Ich hoffe, dass der oder die Täter festgenommen und dann zur Rechenschaft gezogen werden können.“
Unwohlsein und Schwindel
„Wir sind alle bestürzt über diesen unglaublichen Vorgang“, schrieb Parlamentssekretärin Katja Mast auf Twitter. Die Vorkommnisse ereigneten sich nach Angaben der Bundestagsfraktion am Mittwochabend bei einer Party mit rund tausend Gästen im Tipi-Zelt des Berliner Kanzleramtes; Unter den Teilnehmern war auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).