Nach Angaben eines Wiener Computersicherheitsunternehmens dürften geleakte Daten des Hackerangriffs auf Kärntner Landesserver in der vergangenen Woche im Umlauf sein. Das Land konnte die Berichte zu diesem Zeitpunkt nicht bestätigen.
Nachdem das Land Kärnten in der vergangenen Woche Opfer eines Hackerangriffs geworden war, gab es am Freitag Berichte über geleakte Daten von Servern im Land Kärnten. Die Online-Plattform „futurezone.at“ bezog sich auf einen Tweet des Wiener Computersicherheitsunternehmers Sebastian Bicchi. Das Land Kärnten teilte zunächst mit, die Ursache könne derzeit nicht „bestätigt“ werden.
Laut Bicchis Tweet sollen Hacker damit begonnen haben, Daten zu posten, die sie bei ihrem Angriff gesammelt hatten. Dazu sollten neben E-Mails und politischen Positionsdokumenten auch sensible private Informationen wie Kronentests, Personalausweise, Visa und Bankomatkarten gehören.
Laut Gerd Kurath vom Landespressedienst sind Computerexperten des Landes derzeit dabei, die Daten zu sichten. Ziel ist es festzustellen, ob die Daten wirklich mit dem Hackerangriff in Verbindung stehen. Weitere Informationen wurden später am Nachmittag erwartet.
Der Hackerangriff wurde am Dienstag vor einer Woche bekannt. Von dem Hackerangriff waren die Landesverwaltung, die Bezirksämter, der Rechnungshof und das Verwaltungsgericht betroffen, das System wurde heruntergefahren und schrittweise wieder hochgefahren. Kurz nach der Tat denunzierte die internationale Hackergruppe „Black Cat“ und forderte 5 Millionen Dollar Lösegeld in Bitcoins. Das Land Kärnten hatte erklärt, dass in keinem Fall die geforderte Summe gezahlt werde.
(APA / Hrsg.)