– Basler Kritiker-Professor
Die Historikerin Andrea Franc ließ Geschichtsstudenten in einem Interview nicht mit guten Haaren zurück. Jetzt haben die Studenten – und ihre Arbeitgeber – zu kämpfen.
Gepostet: 09.06.2022, 09:13
Andrea Franc sorgt mit seinen Aussagen für Aufsehen.
Foto: Universität Basel
Privatlehrerin Andrea Franc sorgte im deutschsprachigen Raum für rote Köpfe. In einem Interview mit der NZZ hat er kürzlich Geschichtsstudenten aus Basel und Luzern auseinandergebracht. Sie sind faul, sie belasten die Gesellschaft oder sie würden ihr Erbe vergeuden und deshalb nicht arbeiten, sie würden während der Kurse „die Ateliers erklimmen“ und mit ihren Handys „die Zwerge erschießen“. Was sie mit letzterem meinte, muss offen bleiben. Wir haben die Fakten der verbleibenden Ansprüche überprüft, die Sie hier finden können.
Auch die Universität Basel war mit den Aussagen des Wirtschaftshistorikers wenig zufrieden. In einer E-Mail des Fachbereichs Geschichte an Studierende macht Fachbereichsleiter Jan Rüdiger deutlich, berichtet SRF. Die Äußerungen seien “um es ganz vorsichtig auszudrücken, bedauerlich”, schreibt Rüdiger.
Fachbereichsleiter leben ihre Studierenden als engagiert
Die Äußerungen seien nicht als Vorwürfe gegen die Schüler zu verstehen, sondern als Beleidigung, sagte Rüdiger gegenüber SRF. Für eine erste Einschätzung prüfte die Hochschule, wie oft Andrea Franc in Basel dozierte.
Das Ergebnis: Franc hat in den letzten zehn Jahren zweimal an der Universität Basel gelehrt. „Das bedeutet, dass einige von Francs Aussagen auf einer feinen empirischen Situation beruhen“, sagt Rüdiger. Er selbst hat ein ganz anderes Bild von Basler Studierenden. Er hat in verschiedenen Ländern Vorträge gehalten und kann daher vergleichen. In Basel ist das Engagement und Interesse der Studierenden sehr gross.
Die Äußerungen der Universität Basel haben für Frank keine Konsequenzen. Als Nachhilfelehrerin ist sie nicht auf eine Bewilligung angewiesen, sondern kann selbst entscheiden, wie hoch ihr Pensum an der Hochschule sein soll.
Luzerner Studierende reagieren mit einem offenen Brief
Die Universität Luzern hat bisher mit offiziellen Stellungnahmen gebremst. Das wiederum ärgert die Studenten dort. Sie haben einen offenen Brief an die Hochschulleitung geschrieben, berichtete die «Luzerner Zeitung».
Franc habe wenig Lehrerfahrung an Universitäten, heißt es. Und weiter: “Die nur anekdotischen, unwahrscheinlichen und manchmal einfach fehlerhaften Aussagen sind, wie der beleidigende Ton zeigt, eher einer politischen Hetzrede als einer wissenschaftlichen Diskussion würdig.”
Die Studierenden fordern eine öffentliche Stellungnahme zu Francs Äußerungen gegenüber der Universitätsleitung und dem Wirtschaftsdekan. Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät soll zudem den «Mehrwert» aufzeigen, den der Lehrfranken den Studierenden der Universität Luzern bringt.
El Degà i Franc sollte auch erklären, „inwieweit Dr. Andrea Franc sticht in den geisteswissenschaftlichen Fächern heraus ». I: Franc sollte seine Thesen empirisch belegen. Die Studenten fordern, dass all dies in den nächsten 14 Tagen geschieht.
Gepostet: 09.06.2022, 09:13
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