- Barry Callebaut hat die Schokoladenproduktion in seiner Fabrik in Wieze in Belgien eingestellt, nachdem in einer dort hergestellten Charge Salmonellen nachgewiesen wurden.
- Derzeit wird geforscht und Produktlinien bereinigt.
- Anfang April musste eine Ferrero-Fabrik in Belgien schließen, nachdem Hunderte von Salmonellenfällen in Europa mit dort hergestelltem Gebäck in Verbindung gebracht wurden.
Das Unternehmen traf die einseitige Entscheidung, die Produktion einzustellen und den Verkauf zu blockieren. Das Unternehmen informierte daraufhin die Lebensmittelbehörde, die belgische Bundesagentur für Lebensmittelkettensicherheit.
Führender Schokoladenhersteller
Öffnen Sie die Schachtel. Schließen Sie die Schachtel
Die in Zürich ansässige Barry Callebaut Gruppe ist der weltweit führende Hersteller von Schokoladen- und Kakaoprodukten. Diese werden an gewerbliche Kunden zur Weiterverarbeitung geliefert, weshalb die Marke „Barry Callebout“ weniger bekannt ist.
Das Unternehmen mit mehr als 12.000 Mitarbeitern betreibt weltweit mehr als 60 Produktionsstätten.
Salmonellen seien am Montag entdeckt worden, sagt Frank Keidel, ein Sprecher von Barry Callebaut, auf Anfrage von SRF News. „Salmonellen wurden in einer einzigen Produktionscharge nachgewiesen. Alle Produktionslinien wurden aus Sicherheitsgründen sofort stillgelegt.“
Der Hersteller macht alles klar
Barry Callebaut identifizierte Lecithin als Kontaminationsquelle. Da diese Substanz in der gesamten Schokoladenproduktion verwendet wird, wurden laut einer Erklärung von Barry Callebaut alle seit dem Testzeitpunkt hergestellten Produkte zusätzlich zum Produktionsstillstand gesperrt.
„Wir kontaktieren derzeit unsere mehr als 100 Kunden zu dem Vorfall“, so Sprecher Keidel weiter. Sie werden gebeten, vorsorglich alle gelieferten Produkte zu sperren. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie Schokolade aus dieser Fabrik bereits verarbeitet oder gar geliefert haben. Das klären wir derzeit.“