Nach knapp einer Woche – elftes Opfer nach Gletschersturz in den Dolomiten gefunden

  • Vor etwa einer Woche gab es in Italien ein Bergsteigerdrama.
  • Zehn Menschen starben auf dem Berg Marmolada in den Dolomiten, nachdem Teile des Gletschers abgefallen und auf die Gruppe gefallen waren.
  • Rettungskräfte haben nun den leblosen Körper einer elften Person gefunden.
  • Mit weiteren Opfern rechnen die Behörden nicht.

Sechs Tage nach dem tödlichen Absturz in den italienischen Dolomiten haben Retter eine weitere Leiche geborgen. Der Mann gehörte zu der Gruppe von Bergsteigern, die am vergangenen Sonntag von einem Gletschereinbruch geschockt und tödlich verletzt wurden.

Inzwischen seien alle Opfer durch DNA-Abgleich identifiziert worden, teilten die Behörden am Samstag mit. Bei den Toten handelt es sich um sechs Männer und drei Frauen aus Italien sowie zwei tschechische Kletterer. Laut Medien war das jüngste Opfer ein 22-jähriger Mann aus Vicenza. Wie die Behörden weiter berichten, gehen sie davon aus, dass es keine weiteren Todesfälle gibt.

Acht Menschen bleiben mit Verletzungen im Krankenhaus. Sein Gesundheitszustand sei stabil, teilte das Krankenhaus zuletzt mit.

Die Gemeinde gedenkt der Opfer

Die Behörden werden jedoch weiter nach der Absturzstelle suchen, sagte der Präsident der Region Trentino-Südtirol. Rettungsdienste suchen nach weiteren Körperteilen und persönlichen Gegenständen der Unfallopfer.

Am vergangenen Sonntag brach ein großer Brocken aus dem Gletscher an der Nordseite der Marmolada und stürzte zusammen mit Wasser und Geröll mit einer Geschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde ins Tal. Er erwischte die Kletterer auf der Normalroute und fegte einige von ihnen. Ursache für das Unglück waren laut Experten die hohen Temperaturen der vergangenen Tage und Wochen.

Der Bürgermeister von Canazei hatte für Samstag einen Trauertag verfügt, an dem sich alle Gemeinden des Val di Fassa beteiligten. Für 18 Uhr ist eine Schweigeminute vorgesehen. Gleichzeitig soll in der Pfarrkirche von Canazei ein Trauergottesdienst gefeiert werden, den unter anderem der Erzbischof von Trient, Lauro Tisi, feiern wird.

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