Der Kreis Cochem-Zell hat den Betrieb der Achterbahn, aus der am Samstag eine Frau gestürzt ist, zunächst verboten. Der TÜV muss zunächst die Sicherheit der Fahrt prüfen.
Die Familienachterbahn sei ein Sonderbau, teilte der Landkreis auf Anfrage des SWR mit. Dabei gilt: Nach Unfällen mit Personenschaden ist zu prüfen, „ob die Betriebs- oder Standsicherheit der Anlage noch gewährleistet ist“.
Für diese Prüfung muss in der Regel ein Sachverständiger hinzugezogen werden, so ein Sprecher der Kreisverwaltung. Bis zur Genehmigung durch die TÜV Rheinland GmbH ist der Betrieb der Achterbahn untersagt. Wann die TÜV-Prüfung stattfindet, steht noch nicht fest.
der Ballon
Nach dem tödlichen Sturz einer Frau aus einer Achterbahn im Freizeitpark Klotten hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Die Unfallursache ist noch unklar. Monat…
Sonntag 7. August 2022 18:00 Uhr SWR Aktuell Rheinland-Pfalz mit Sport SWR Fernsehen RP
Weniger Besucher als sonst
Die Wild- und Freizeitparks im Kreis Cochem-Zell haben ab sofort wieder geöffnet. Am Dienstag trafen die ersten Besucher ein. Noch vor der Eröffnung des Parks kündigte sie auf ihrer Website an, dass die Achterbahn auch nach Abschluss der Ermittlungen der örtlichen Polizei geschlossen bleiben werde.
Trotz des guten Wetters waren am ersten Tag deutlich weniger Gäste im Klotti Park als sonst in den Ferien. Nach Informationen des SWR war die Stimmung unter den Parkmitarbeitern recht gedrückt. Die Urlaubsstimmung sei bei den meisten Urlaubern gut gewesen, berichtet SWR-Reporterin Christina Nover.
Sturz aus etwa acht Metern Höhe
Samstagnachmittag, eine 57-jährige Frau aus St. Wendel al Saar stürzte bei einer Achterbahnfahrt aus rund acht Metern Höhe. Er erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll eine Obduktion der Leiche der bei dem Unfall verstorbenen Frau durchgeführt werden, um eine medizinische Unfallursache auszuschließen.
Nach Behördenangaben rutschte die Frau zunächst auf dem Sitz der Achterbahn aus und stürzte dann von der Strecke. Ein Gutachter wurde beauftragt. Es müsste die Fahrt und das Auto untersuchen, um herauszufinden, ob beispielsweise ein technischer Defekt, Fahrlässigkeit oder Fahrlässigkeit den Tod der Frau verursacht haben.
Im Freizeitpark Klotten ist eine Frau bei einem Achterbahnsturz gestorben. Solche Unfälle sind selten. Achterbahnen werden in Deutschland regelmäßig geprüft, sagt Joachim Bühler vom TÜV. Monat…
Dienstag, 9. August 2022 6:00 Uhr SWR4 Rheinland-Pfalz
Freizeitpark Klotten
Der Tier- und Freizeitpark Klotten wurde 1970 als Wildpark auf den Höhen der Mosel bei Klotten eröffnet. Seit den 1990er Jahren wurde er als Freizeit- und Familienpark mit neuen Attraktionen ausgebaut. Die Achterbahn wurde 2004 eröffnet. Der Park hat sich in der Region als Vergnügungspark insbesondere für Familien etabliert.
Der Freizeitpark Klotten wurde durch den Achterbahnunfall erschüttert
Der Freizeitparkbetreiber Klotten – auch bekannt als Klotti – hat in einem Statement auf seiner Website seine Bestürzung über den Vorfall zum Ausdruck gebracht und der Familie des Opfers sein Beileid ausgesprochen. Die gesamte Belegschaft sei „überrascht und fassungslos“. Der Park war am Sonntag und Montag geschlossen.
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Der Unfall ereignete sich laut Polizei während des regulären Achterbahnbetriebs, etwa anderthalb Stunden vor Schließung des Parks. Das Opfer befand sich nach SWR-Informationen auf einem Familienausflug.
Der Unfall ereignete sich auf einem Straßenabschnitt, auf dem die Achterbahnwagen eine lange Gerade mit Bodenwellen gefahren sind. Autos rutschen schnell auf und ab. Am Ende dieses Buckelabschnitts macht der Zug eine scharfe Kurve. Auf seiner Website beschreibt der Park seine „Klotti-Achterbahn“ mit einer Strecke von 550 Metern als „kurvenreich, maximale Steigung und bis zu 60 Kilometer pro Stunde schnell“.