Stand 29. Juni sind täglich zwischen 500 und 700 Einsatzkräfte, zwischen 150 und 200 schwere Fahrzeuge oder Baumaschinen und bis zu drei Hubschrauber im Unglücksgebiet unterwegs. Sie halfen auch vielen Freiwilligen, koordiniert von Krisenstäben.
Nach der Rettungs- und Bergungsphase habe die Wiederherstellung der Infrastruktur begonnen: Die wichtigsten Verkehrswege seien provisorisch wiederhergestellt, die Staus beseitigt und die Schuttbarrieren gereinigt sowie Schlamm und Schutt von privaten Gebäuden entfernt worden, berichtete sie am Samstag . „Aufgrund der instabilen Witterungsverhältnisse war es zudem notwendig, an einer neuralgischen Stelle in Treffen einen temporären Hochwasserschutz zu errichten“, sagte Landrat Bernd Riepan, Landrat Villach-Land.
Provisorische Brücke bei Arriach
Gleichzeitig wurden vorbereitende Arbeiten für den Wiederaufbau der Versorgungsinfrastruktur koordiniert: Unter anderem muss eine Behelfsbrücke für die Deponie Arriach gebaut werden. Eine weitere Herausforderung stellt die Pöllingerstraße dar: „Damit die Pioniere mit der Sanierung der völlig zerstörten Pöllingerstraße beginnen konnten, musste im Vorfeld geklärt werden, welche Versorgungsleitungen unter der Straße verlaufen“, erläuterte Oberstleutnant Enenkel.
In der kommenden Woche werden die Reparaturarbeiten fortgesetzt und auch die Beseitigung der Trümmeransammlung auf Privatgrundstücken ist geplant: „Wir haben das Ausmaß der Schäden an Privatgrundstücken abgeschätzt ., es wird von den Gemeinden und Städten nach den Sitzungen verschickt, dann können wir mit der sukzessiven Bearbeitung der Schadensfälle beginnen”, erklärte Riepan. Es wurde angekündigt, dass “ein Großteil der Schäden” am kommenden Freitag, 15. Juli, provisorisch behoben werden soll.
Neben 24 Freiwilligen Feuerwehren und fünf Zivilschutzkorps ist das Österreichische Bundesheer seit dem Sturm mit täglich zwischen 100 und 120 Personen im Einsatz, weitere Korps wie das Rote Kreuz (50), die Polizei ( 30). und Wasser- und Bergrettung (50). Die Kärnten Netz GesmbH war mit 140 Mann im Einsatz.