Nächste Station „Super-Light“: Auch das achte Symbol ist nicht freigestellt

Angst macht sich breit. Immerhin parkt dort die achte Version einer Ikone: der neue SL. Das Kürzel steht für „superleicht“ und stammt aus der Zeit um 1952. Die Modellreihe steht seit jeher für Sportlichkeit, Fahrspaß und Spitzentechnologie. Wie der knallrote SL-Kennzeichen-Testwagen. SL für Salzburg-Land, nur zur Verdeutlichung.

V8 mit 585 PS

Erstmals nicht von Mercedes selbst entwickelt, sondern von Kollegen aus Affalterbach, wird spätestens nach dem Druck auf den Startknopf klar: Das Auto hat das Zeug zur Legende.

von 0 auf 100 km/h in 3,6 Sekunden

Bild: Christian Houdek

Zumal der AMG 63 die Topversion der Baureihe ist. 4,0-Liter-V8-Biturbo, 585 PS, 800 Nm: Der Sprint von 0 auf 100 km/h ist in 3,6 Sekunden absolviert, die Beschleunigung endet bei 315 km/h. Pure Freude am Stammtisch, Entsetzen unter Ökologen. Allerdings nach und nach: Der 2+2-Sitzer ist kaum ein Alltagsauto, der 63er startet bei 252.695 Euro. Eine Anlageimmobilie. Und das Modell ist sowieso ausverkauft, dieses und nächstes Jahr. „Bitte schauen Sie 2024 wieder vorbei“, lautet die Antwort nach Ablauf der Frist. Das bedeutet: In Österreich werden nur noch wenige Exemplare ausgeliefert.

Erstmals ist der SL ein 2+2-Sitzer.

Bild: Christian Houdek

Die Kanten ziehen sich aerodynamisch vom Haifischmaul-Kühlergrill zurück. Die Seitendüsen öffnen erst bei höheren Geschwindigkeiten. Airpanel nennt AMG das System, das Aerodynamik und Kühlung in Einklang bringt. Am Heck fährt der Heckspoiler ab 80 km/h aus, um Fahrstabilität oder Luftwiderstand zu optimieren.

Das jetzt leichtere Verdeck öffnet und schließt bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h in 15 Sekunden. Die „Hey Mercedes“-Sprachbedienung funktioniert im Frischluftmodus auch bei höheren Geschwindigkeiten, Luftverwirbelungen sind marginal. Aber die Beschleunigung ist heftig, nach einem kurzen Atemzug.

Typisch ist der riesige Touchscreen.

Bild: Christian Houdek

Denn der V8 braucht Zeit, um vom Cruise-Modus in den Sprint-Modus zu wechseln. Stattdessen schaltet die 9-Gang-Automatik im Modus Sport+ die Gänge, sodass sich der Fahrer um das Getriebe kümmern kann. Und das war es: Fuß aufs Gas und der V8 ging künstlich aus. Wie damals, als Vergasermodelle auf diese Weise überschüssigen Kraftstoff abließen.

Wer es etwas günstiger mag, greift zum AMG SL 55. Den 476 CV gibt es ab sofort zum Schnäppchenpreis von 211.376 Euro.

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