Nancy Faeser organisiert die Heimatabteilung im Bundesinnenministerium neu

Deutschland „Zur Stärkung unserer Demokratie“

Faeser baut die Heimatabteilung im Bundesinnenministerium wieder auf

Stand: 03.07.2022 | Lesezeit: 2 Minuten

„Ich habe aus dem Heimatministerium ein Amt zur Stärkung unserer Demokratie gemacht“, sagt Nancy Faeser.

Was: Christophe Gateau / dpa

Bei ihrem Amtsantritt im Dezember nannte Nancy Faeser den Kampf gegen die extreme Rechte als Priorität. Er baut nun das von Horst Seehofer geschaffene Referat „Heimat“ im Bundesinnenministerium um, um „Demokratie zu stärken“ und „jede Form von Extremismus zu verhindern“.

Die auf Drängen der CSU geschaffene Abteilung “Heimat” des Bundesinnenministeriums erhält unter der neuen Hauschefin Nancy Faeser eine neue Leitung. Die SPD-Politik berichtete in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur, sie habe das unter Vorgänger Horst Seehofer (CSU) geschaffene Ressort “umgebaut und gestärkt”. “Ich habe das Homeland Department zu einem Ressort zur Stärkung unserer Demokratie, zur Verhinderung jeglicher Form von Extremismus und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gemacht.”

Im Gespräch mit WELT AM SONNTAG erklärte die zuständige Staatssekretärin des Ressorts, Juliane Seifert, die Forderung nach Heimatpolitik sei, „dass sich alle Menschen an ihrem Wohnort wohl und sicher fühlen und sich aktiv an der Demokratie beteiligen“ .

Faesers Wechsel von der Oppositionsbank im Hessischen Landtag an die Spitze des Bundesinnenministeriums kam überraschend: Viele Beobachter hatten damals vermutet, dass die heutige Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) die erste Frau in diesem Amt war. . Auch für Faeser kam der Ruf nach Berlin im Dezember sehr kurzfristig. „Ich hatte nicht viel Zeit, darüber nachzudenken“, sagte der ehemalige hessische Oppositionsführer. “Olaf Scholz hat mich sonntags angerufen und montags stand er vor der Kamera.”

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Auf Spekulationen, sie könnte das Kabinett vorzeitig verlassen, um 2023 Hessens SPD-Spitzenkandidatin zu werden, hat die 51-Jährige noch nicht reagiert. Im Gespräch mit der dpa betonte sie: „Ich bin Bundesministerin des Innern und des Vaterlandes mit Herz und Seele. Meine ganze Kraft gilt diesem Amt.“

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Bei seinem Amtsantritt im Dezember nannte Faeser den Kampf gegen die extreme Rechte als Priorität. „Aber ich habe auch andere Formen von Extremismus erlebt“, sagte er. Bei Aktionen gegen den Autobahnbau im hessischen Dannenröder Forst etwa habe sie sich „sehr stark gegen gewaltbereiten Linksextremismus gewandt“. “Auf Höhe der Polizeichefs wurden Kabel durch den Wald gezogen.” Sie ist auch sehr besorgt über den islamistischen Terrorismus. Wie viel davon in Europa präsent ist, zeigte erst vor wenigen Tagen der Anschlag auf einen Treffpunkt der Oser-Queer-Community.

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