Nasa-Chef Bill Nelson: „China hat ein militärisches Raumfahrtprogramm“ Darum geht es

gepostet am 2. Juli 2022, 2:56 Uhr

Nasa-Chef Bill Nelson warnt vor einem neuen Rennen im All, „diesmal mit China“.

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„Wir müssen uns große Sorgen machen, dass China auf dem Mond landet und sagt: ‚Das gehört jetzt uns und du bist draußen.‘“ NASA-Chef Bill Nelson (Archivbild)

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Laut Nelson wollen die Chinesen ihre Forschung nicht teilen und den Mond nicht gemeinsam nutzen.

AFP / Olivier Douliery

Eine Rakete transportiert Material zur chinesischen Raumstation Tiangong. (20. September 2021)

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NASA-Chef Bill Nelson hat vor dem chinesischen Raumfahrtprogramm gewarnt. „Wir müssen uns große Sorgen machen, dass China auf den Mond fällt und sagt: ‚Das gehört jetzt uns und Sie bleiben draußen‘“, sagte er zu Bild und fügte hinzu: „Chinas Raumfahrtprogramm ist ein militärisches Raumfahrtprogramm.“ Im Gegensatz zum amerikanischen Artemis-Programm sind die Chinesen nicht bereit, ihre Forschungsergebnisse zu teilen und den Mond gemeinsam zu nutzen. “Es gibt ein neues Rennen im Weltraum, diesmal mit China.”

China arbeitet daran, eigene Astronauten auf den Mond zu bringen. Die Volksrepublik ist mehrfach mit Forschungsrobotern auf der Mondoberfläche gelandet und hat auch Mondgestein erfolgreich zur Erde zurückgebracht. In den 2030er Jahren soll nach Berichten chinesischer Staatsmedien in einem weiteren Schritt eine dauerhafte Station auf dem Erdtrabanten entstehen. Daher könnte die Forschungsstation gemeinsam mit Russland aufgebaut und betrieben werden.

“Dort lernen sie, Satelliten zu zerstören”

Auf die Frage, welche militärischen Zwecke China im Weltraum haben könnte, sagte Nelson der Zeitung: „Nun, was passiert Ihrer Meinung nach auf der chinesischen Raumstation? Dort lernen sie, wie man die Satelliten anderer Leute zerstört.“ Darüber hinaus beklagte Nelson auch den Diebstahl chinesischer Technologie: „China ist gut. Aber China ist auch gut darin, Ideen und Technologie von anderen zu stehlen.“

Mit dem Artemis-Programm will die US-Raumfahrtbehörde bereits 2025 amerikanische Astronauten zum Mond zurückbringen, darunter erstmals eine Frau und eine nicht-weiße Person. Dann soll auch ein Rover dabei sein, und zwar auch in der Mond und in seiner Umlaufbahn entstehen fortgeschrittene Orte. Das letzte Mal, dass ein amerikanischer Astronaut den Mond betrat, war vor fast 50 Jahren. Zwischen 1969 und 1972 brachten die USA als einziges Land mit den “Apollo”-Missionen insgesamt zwölf Astronauten zum Mond.

Peking will im All eine Liga mit den USA spielen. Deshalb schreitet der Bau von Tiangongs erster eigener Raumstation (Sky Palace) zügig voran. Die Volksrepublik hat Milliarden in ihr Raumfahrtprogramm investiert und bereits einige Erfolge vorzuweisen. China war das erste Land, das ein Raumschiff und einen Erkundungsrover auf der dunklen Seite des Mondes landete.

(DPA / chk)

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