National- und Ständerat: Die fünf wichtigsten Themen der Sommersession

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Die Sommersession des Bundestages beginnt heute und läuft bis zum 17. Juni. Dies sind die fünf besten Angebote.

Dem Parlament steht eine der spannendsten Sitzungen der letzten Jahre bevor. Das Parlament wird sich in den nächsten drei Wochen mit einer ungewöhnlich großen Zahl hochkarätiger Vorschläge befassen. Wir wählen fünf wesentliche aus.

Der Ukrainekrieg und seine Folgen

Bei schweren Verletzungen des humanitären Völkerrechts oder des Völkerrechts soll der Bundesrat nicht nur Staaten, sondern auch Einzelpersonen oder Unternehmen sanktionieren können. Das fordert die Aussenpolitische Kommission des Nationalrates in der dritten Sitzungswoche, wenn sie über das Embargogesetz entscheidet. Bundesrat und Ständerat waren schon vor Kriegsausbruch in der Ukraine gegen diese Ausweitung.

In zwei «Sondersitzungen» im Rahmen der Sommersession beraten beide Räte über neue Kriegsfolgen: Die SP fordert eine Arbeitsgruppe zur Auffindung russischer Vermögenswerte in der Schweiz, die SVP will ein «Hilfspaket» zugunsten der Schweizer . Bevölkerung aufgrund stark gestiegener Benzin- und Energiepreise.

6 Milliarden für Kampfjets und mehr Geld für die Armee

Erstmals in der zweiten Sessionwoche debattiert ein Rat mit dem Ständerat über den vom Bundesrat beantragten Verpflichtungskredit von rund 6 Milliarden Franken für 36 neue F-35A-Kampfflugzeuge Nordamerikas. Weitere 2 Milliarden Franken sind für die «2022 Army Embassy» für ein Luftverteidigungssystem vom Typ US-Patriot in den Vereinigten Staaten vorgesehen.

Zudem diskutiert das Unterhaus über eine massive Aufstockung des Bundesheerbudgets. Bis 2030 soll es 1 Prozent des Bruttoinlandprodukts sein, was einen Anstieg von heute 5,3 Milliarden Franken auf rund 9 Milliarden Franken jährlich bedeuten könnte. Der Nationalrat hat dem Antrag bereits zugestimmt.

Sie bremst die Gesundheitskosten und senkt die Prämien

Während vier Sitzungstagen engagiert sich der Nationalrat in zwei Volksinitiativen für die Entwicklung der Wildkosten im Schweizer Gesundheitswesen. Die erste Sitzungswoche steht auf der Agenda der Parteiinitiative “Mitte”, die eine “Kostenbremse” fordert. Der Bundesrat sei “zu starr”. Er hat einen indirekten Gegenvorschlag ausgearbeitet, der wiederum die Gesundheitskommission des Nationalrats nicht überzeugt. Sie stellt dem Rat ein Alternativkonzept zum Gegenvorschlag vor.

In der dritten Sitzungswoche wird die „Prämienentlastungsinitiative“ der SP diskutiert, die von keinem Versicherten verlangt, mehr als 10 Prozent seines Einkommens für Krankenkassenprämien auszugeben. Auch hier hat der Bundesrat einen indirekten Gegenvorschlag ausgearbeitet. Die Gesundheitskommission des Nationalrates möchte sie deutlich großzügiger gestalten, damit mehr Prämienzahler als bisher in den Genuss von Prämienverbilligungen kommen.

Milliarden für den Klimaschutz

In der dritten Sessionswoche diskutiert der Nationalrat einen indirekten Gegenvorschlag seiner Umweltkommission zur sogenannten «Gletscher-Initiative», die ein Null-Netto-Ziel für Treibhausgasemissionen bis 2050 fordert.

Statt auf Verbote wie die Initiative setzt der Gegenvorschlag auf Fördermassnahmen: Klimafreundliche Investitionen von Unternehmen sollen mit bis zu 1,2 Milliarden Franken unterstützt werden, für die Sanierung von Gebäuden sollen es über 2 Milliarden Franken sein.

Wann spricht man von Vergewaltigung?

Die Rechtskommission des Ständerates hat eine Reihe von Novellen zum Sexualstrafrecht ausgearbeitet, die in der zweiten Woche der Small Room Sessions breit diskutiert werden.

Die erwartete Verschärfung des Verbrechens der Vergewaltigung sorgte für Aufsehen. Als Vergewaltigung gilt künftig jeder Geschlechtsverkehr, der den „verbal oder nonverbal geäußerten Willen“ des Opfers nicht berücksichtigt. Eine Minderheit linker Parteien stellt dem „Sag nicht Nein“-Konzept eine „Sag einfach Ja“-Lösung entgegen, die versucht, jede sexuelle Handlung als Vergewaltigung zu bezeichnen, die ohne ausdrückliche Zustimmung erfolgt.

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