Needle Spiking: „Ich wurde auf einer Party mit einer Nadel gestochen“

Veröffentlicht am 15. August 2022, 04:48 Uhr

Needle Spiking: „Ich wurde auf einer Party mit einer Nadel gestochen“

Leo, 17, aus dem Kanton Thurgau, wurde im April Opfer einer Nadelstichattacke. Sie erzählt 20 Minuten lang von ihren Erfahrungen.

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Seline Bietenhard

Chantal Gisler

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Opfer klagen nach dem Stich über Übelkeit, Schwindel und Schmerzen. Bisher wurden jedoch keine Fälle von sexuellen Übergriffen gemeldet (Symbolbild).

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Mysteriöse Injektionsattacken haben in Nachtclubs und Bars in Frankreich seit Anfang April zugenommen.

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Frauen zwischen 18 und 24 Jahren sind besonders Opfer der Angriffe.

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  • Leo, 17, aus Kreuzlingen, wurde im April Opfer einer Nadelstichattacke.

  • Zwei Tage nach einer Party spürte sie den Nadelstich und ging zum Arzt.

  • Aus Erfahrung hat er das Ausgehen vermieden.

Mindestens acht Fälle von “Needlesticks”, mysteriösen Angriffen mit Spritzen oder Nadeln, ereigneten sich auf der Street Parade. Wie sich das anfühlt, weiss der 17-jährige Leo aus Kreuzlingen. Er erlitt einen Angriff am eigenen Körper: «Ich war am 18. April 2022 auf einer Party im Kanton Solothurn. An diesem Abend waren viele Leute anwesend und ich wurde oft angefahren», sagt Leo. Sie vermutet, dass sie beim Pressen mit einer Nadel erstochen wurde. Denn: “Zwei Tage später fand ich an meinem Oberschenkel einen blauen Fleck, der aussah wie die Stichwunde einer Thrombose-Spritze, die ich vor einigen Jahren bekommen hatte.”

Er sei sofort zum Bluttest zum Arzt gegangen, sagt Leo. “Sie fanden jedoch keine Hinweise auf eine Nadel im Blut.” Der Arzt sagte, man solle nach einem Verdachtsfall sofort zum Arzt gehen, da die Substanzen nur sehr kurz im Blut und Urin nachweisbar seien. “Glücklicherweise hatte ich keine gesundheitlichen Folgen.”

Nur am Ausgang begleitet

Die 17-Jährige sagt, sie habe von einer Anzeige bei der Polizei abgesehen. “Das hätte zu viel Stress für mich bedeutet.” Seit dem Erlebnis vom 18. April vermeidet er es, auszugehen, sagt Leo. Sie fühlt sich nicht mehr sicher, zu Raves zu gehen. “Es war eine sehr schlechte Erfahrung.”

Sie empfiehlt, dass alle Clubbesucher, Partygänger und Raver immer beaufsichtigt werden sollten. „Das Beste ist, jemanden dabei zu haben, dem man wirklich vertraut“, sagt der Turgovianer. „Wenn Sie bemerken, dass Ihnen plötzlich schwindelig wird oder Sie jucken, sollten Sie das unbedingt sofort melden.“ Sie können den Kellner auch um eine Tasse bitten und dann selbst eine Urinprobe entnehmen, die Sie dem Arzt geben können. Die Stoffe werden im Körper schnell abgebaut und sind beim späteren Arztbesuch eventuell nicht mehr nachweisbar.

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