Nehammer / Totschnig in Kärnten: Danke an alle Einsatzkräfte, die einen hervorragenden Job machen


Bundeskanzler Nehammer und Bundesminister Totschnig im Gespräch: Schutzmaßnahmen gegen Wildbäche und Lawinen haben noch größere Katastrophen verhindert

Treffen / Ossiacher See (OTS) – Bundeskanzler Karl Nehammer und Bundesminister Norbert Totschnig haben sich am Freitag persönlich ein Bild von der Lage im Katastrophengebiet gemacht. Das Tal des Kärntner Bezirks Villach-Land war am Morgen des 29. Juni 2022 Schauplatz extremer Überschwemmungen und Schlammlawinen. Eine Starkregenzelle mit Niederschlagsmengen von bis zu 118 mm pro Quadratmeter in nur 3-4 Stunden löste es unter anderem in Arriacherbach, Treffnerbach und Pöllingerbach schwere Überschwemmungen und Schlammlawinen aus. Zahlreiche Wohnhäuser und Bauernhöfe wurden schwer beschädigt, die Arriacher Straße an mehreren Stellen zerstört, der Ort somit von der Außenwelt abgeschnitten.

Bundeskanzler Karl Nehammer sagt: „Die Lage der Menschen in Kärnten im Krisengebiet ist verheerend. Viele von ihnen stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Sie haben mein Mitgefühl in diesen schweren Zeiten. Die Bundesregierung tut, was sie braucht.“ Betroffenen bestmöglich und schnellstmöglich zu helfen. Denn: Wer schnell hilft, hilft doppelt, und wir tun beides. Dazu gehört nicht nur der Einsatz der Bundeswehr im Krisengebiet, sondern auch die finanzielle Unterstützung mit Gelder aus dem Krisen-Katastrophen-Fonds. Diese Katastrophe zeigt uns aber noch einmal auf spektakuläre Weise, dass jede Investition in unsere Streitkräfte auch eine Investition in die Sicherheit unseres Landes ist und die „Ich möchte mich bei den 100 Soldaten bedanken, die derzeit dort sind , sondern auch allen Hilfsorganisationen wie der Freiwilligen Feuerwehr und dem Wasserrettungsdienst für ihren bedingungslosen und unermüdlichen Einsatz.”

Bundesminister Norbert Totschnig: „Danke an alle Einsatzkräfte und Freiwilligen, die nach dem Hochwasser in Kärnten helfen und Übermenschliches leisten. Diese Ausnahmesituation zeigt einmal mehr, wie wichtig der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist und wie wichtig eine gute Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und örtlichen Behörden.” Dass noch größere Katastrophen vermieden werden konnten, ist den bestehenden Schutzmaßnahmen zu verdanken: „Die Wildbach- und Lawinenverbauungen, die zu meiner Abteilung gehören, leisten hier seit Jahrzehnten erfolgreiche Präventionsarbeit. Vor allem im Pöllingerbach, dem Bauwerk der Staumauer , das vor wenigen Monaten fertig gestellt wurde, konnte 20.000 m³ Schutt, Schlamm und Wildholz von einer Mure zurückhalten, die sonst verheerende Schäden an Menschen und Sachwerten im Zentrum von Treffen angerichtet hätte“, betont Bundesminister Totschnig die Bedeutung von Hochwasserschutzprojekten in seiner Abteilung. „Um schnell zu helfen, Bäche zu sichern und Straßen wieder befahrbar zu machen, stelle ich unserer Abteilung im Rahmen einer Sofortmaßnahme zur Wildbachbeherrschung im Nachbartal 2,5 Millionen Euro zur Verfügung“, kündigte auch Totschnig an.

Im Jahr 2021 hat der Bund mehr als 188 Millionen Euro in den Schutz vor Naturgefahren in Österreich investiert. Konkret sind nun weitere Wildbachverbauungen im Rahmen des Projekts Pöllingerbach (bereits geplant für ca. 2,2 Mio. Euro) sowie Hochwasserschutz im Treffnerbach (ca. 15 Mio. Euro veranschlagt) erforderlich. Auch im Arriacherbach muss nach Begutachtung der erheblichen Schäden ein weiteres Schutzprojekt durchgeführt werden. Bundesminister Totschnig resümiert: „Investitionen in den Schutz vor Naturgefahren sind Investitionen in die Sicherheit und Zukunft der Menschen.“

Fragen und Kontakt:

Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus +43 1 71100 DW 606747 presse@bmlrt.gv.at

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