“Nein” aus Wien Ende der vierziger Jahre

Es wurde bereits angehoben, jetzt will Gesundheitsminister Johannes Rauch von den Grünen ans Werk gehen. Quarantäne CoV soll fallen, um Systeme und die Wirtschaft zu entlasten. Eine neue Verordnung wird bereits entworfen: „Ich bin jemand, der gesagt hat, wenn eine Verordnung kommt, muss sie haften, dann muss sie klar und verständlich sein, sonst kann sie nicht kommuniziert werden. Das wird in den kommenden Wochen fertig sein, also ziemlich schnell“, sagte Rauch am 12. Juli im ORF.

Gleichzeitig prüft das Gesundheitsministerium auch die Möglichkeit, Benachrichtigungen automatisch zu erstellen. „Damit können Isolation und Quarantäne aufrechterhalten werden und gleichzeitig werden die Behörden massiv entlastet“, hieß es, „eine Entscheidung über künftige Isolations- und Quarantäneregelungen ist noch offen.“ Die Infektion bleibt eine meldepflichtige Seuche nach dem Epidemiengesetz.

Mögliches Ende der CoV-Quarantäne

Das Ende der CoV-Quarantäne dürfte unmittelbar bevorstehen, hat Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) versprochen.

Täglich werden bis zu 50.000 Neuinfektionen erwartet

Grund für die Pläne ist die derzeit vorherrschende und hochansteckende Variante BA.5. In diesem Sommer wird eine weitere Welle mit täglich zwischen 30.000 und 50.000 Neuinfektionen erwartet. Der Epidemiologe Gerald Gahleitner betont, es sei erwiesen, dass Quarantäne in diesem Fall wenig nütze.

Sie wissen aus Modellstudien, dass, wenn es sich um ein sehr ansteckendes Virus handelt, auch Menschen, die keine Krankheitssymptome zeigen, es übertragen können. „Und wenn die Inzidenz in einer Bevölkerung sehr hoch ist, dann wirken Quarantäne und Isolation sehr wenig“, sagte Gahleitner. Offen sind aber noch Fragen, wie diese Regelung aussehen wird und ob das Ende der Quarantäne wirklich für alle Infizierten gilt.

Hacker: „Die Zwei-Millionen-Stadt ist kein Experimentierkessel“

In Wien hat Gesundheitslandesrat Peter Hacker (SPÖ) wenig Verständnis für die Pläne des Gesundheitsministers: „Gesundheitspolitiker haben jetzt die unangenehme Aufgabe, weiterhin darauf zu pochen, dass wir unangenehme Spielregeln brauchen, um diese Pandemie möglichst gesund zu überstehen. Und das.“ ist das zentrale Ziel.“ Und eine Zwei-Millionen-Dollar-Stadt „ist keine experimentelle Teekanne, das ist undenkbar“, fügte Hacker hinzu und kündigte ein Telefonat mit Rauch zu diesem Thema im Juli an.

Es ist nicht möglich, Experimente in der Stadt durchzuführen oder einfach das, was Sie seit Jahrhunderten über das Verhalten in einer Pandemie wissen, über Bord zu werfen und zu sagen: „Nun, mal sehen, was passiert“, wie Hacker es tun. Nicht zuletzt verwies Hacker auch auf die pandemie- und urlaubsbedingt angespannte Personalsituation in Krankenhäusern. Denn auf dem Höhepunkt der Sommerwelle könnten wieder bis zu 4.000 Infizierte in österreichischen Krankenhäusern behandelt werden müssen.

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