Neue Idee für Berliner Wohnungsnot: Lederer lehnt Giffeys Vorschlag für befristete Mieten ab

Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hält eine einkommensabhängige Mietobergrenze für “unrealistisch”. Ein Verfahren zur Prüfung Zehntausender Mieten sei nicht tragfähig, sagte er dem Tagesspiegel zu einem Vorschlag von Regierungsbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD).

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„Das ist bestenfalls die richtige Lösung für Härtefälle“, sagte sein Koalitionspartner. Giffey hatte vorgeschlagen, dass Mieter maximal 30 Prozent ihrer Mieteinnahmen ausgeben sollten. Sie hatte vorgeschlagen, eine „öffentliche Mietpreisprüfstelle einzurichten, die feststellt, wie hoch die Miete überschritten wurde“.

Lederer wies Giffeys Kritik an den wohnungsmarktpolitischen Positionen der Linksfraktion zurück. „Im Moment denken alle über Lösungen für das Mietproblem nach. Es hat keinen Sinn, es dir jetzt zu sagen – ich will die Überraschung nicht ruinieren.“

Ein weiterer Vorschlag der Linken, den Anteil des sozialen Wohnungsbaus bei großen Neubauprojekten auf 60 Prozent zu erhöhen, sei unrealistisch und entpuppte sich laut Giffey als „One-Box-Dock“.

Auch die CDU ist skeptisch, ob ein einkommensabhängiger Mietendeckel die Probleme beheben wird. “Das Ziel ist richtig, aber es ist kein neuer Vorschlag. Große Wohnungsunternehmen wie die Deutsche Wohnen machen das schon lange“, sagte CDU-Fraktionschef Kai Wegner am Sonntag.

„Dieses Versprechen an die Mieter kann am Ende des geplanten Wohnungsbündnisses ein Ergebnis sein. Das wird aber nur eingelöst, wenn im Gegenzug immer schneller bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird eine Drohung, dies wird nicht gelingen“.

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