– Google verlangsamt, Garmin und Huawei beschleunigen
Konkurrenten von Apple Watch wählen unterschiedliche Strategien.
Gepostet heute um 5:47 h
Im April haben wir 9 Alternativen zur Apple Watch vorgestellt. Aber das war erst der Anfang. In der Folge steigerten Huawei und Garmin nochmals die Hitze und stellten zahlreiche neue Modelle vor. Bei der schnell wachsenden Produktpalette beider Unternehmen den Überblick zu behalten, ist nicht einfach.
Garmin beispielsweise hat seither neue Modelle Forerunner, Golf, Vivofit Junior, Vivosmart und Tactix auf den Markt gebracht. Also Uhren und Fitnessarmbänder für alle Ansprüche. Von Kindern bis zu (könnten) Elitesoldaten.
Uhren ohne Ende: Die neuen Forerunner-Modelle …
Fotos: PD
… die neuen Golfuhren …
… und die neuen Tactix-Modelle.
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Blutdruck messen
Auch Huawei war nicht untätig. Mit der GT 3 Pro hat das alte High-End-Smartphone eine neue Premium-Smartwatch mit allen Features und schickem Design auf den Markt gebracht. Es gibt auch die günstige, aber stylische Watch Fit 2 und Band 7, ein noch günstigeres Fitnessarmband.
Die aufregendste Huawei-Uhr kommt (vorerst) nicht. Als spannendste Neuerung bringt die Watch D die Blutdruckmessung direkt auf die Uhr. Das hier vorgestellte Atkiia-Band oder die Samsung Galaxy Watch 4 benötigen einmal im Monat eine zweite Messung mit einer Blutdruckstanze, um korrekte Daten zu liefern.
Die Huawei Watch D hat ein miniaturisiertes integriertes Armband. Im Moment ist nicht klar, wie genau es funktioniert und wie bequem es ist. Bei der Präsentation der neuen Uhren fiel gerade dieses Modell durch seine Abwesenheit auf.
Das neue Premium-Modell von Huawei, das GT 3 Pro, ist ebenfalls verfügbar …
… auch Keramik. Teilnehmen…
Die Huawei Watch D mit integrierter Blutdruckfaust kommt vorerst nicht in die Schweiz. Auf den ersten Blick wirkt die Uhr bemerkenswert wuchtig.
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Aber etwas von Google
So eifrig Huawei und Garmin neue Modelle auf den Markt bringen, die spannendste Ankündigung der letzten Wochen kommt von Google. Nach Jahren vergessener Gerüchte und Prototypen in Bars hat der Tech-Riese endlich seine eigene Pixel Watch vorgestellt und der Öffentlichkeit präsentiert. Zumindest ein Bisschen.
Neben der Pixeluhr hat Google für den Herbst bereits neue verpixelte Smartphones angekündigt.
Abgesehen von Design und Nutzung der Fitbit-Technologie (Google hat den Pionier des Fitness-Trackings 2019 gekauft) blieben viele Fragen unbeantwortet. Sie sollen dann zum Verkaufsstart (voraussichtlich nicht in der Schweiz) irgendwann im Herbst (voraussichtlich Ende September) bekannt gegeben werden.
Unklar ist zum Beispiel, was genau die Uhr kann, wie langlebig und leistungsstark sie ist und welche Technik im Inneren steckt. Berichte über Samsung-Chips im Inneren der Uhr, die nicht mehr ganz frisch sein sollen, sorgten bei Technik-Enthusiasten für Lückenschlucker und Verwirrung.
Daher hat Google zu diesem Zeitpunkt nicht alle diese entscheidenden Faktoren offengelegt. Daher war die Ankündigung genauer und verzögerte sich für den Herbst als alles andere.
Machen Sie es schmackhaft statt Details
Diese Strategie überrascht. Vor allem, weil ein Branchenkenner kürzlich kommentierte, dass die Hardware tatsächlich verkaufsfertig sei. Offensichtlich noch keine Software. Anders ist nicht zu erklären, warum Google immer noch so lange wartet.
Diese Strategie nervt andere Uhrmacher mit Google-Software. Jetzt, wo Google selbst mitmischen will und Großes verspricht, sollten Kunden (zumindest in den USA) es sich gut überlegen, ob sie im Herbst mit dem Kauf einer neuen Uhr warten. Der Fachbegriff dafür ist „Osborn-Effekt“. Der Name des amerikanischen Computerherstellers, der Anfang der 80er Jahre ein neues Modell so ankündigte, dass das aktuelle Modell nicht verkauft wurde und das Unternehmen bankrott ging.
Mit der Pixel-Uhr für Wear-OS-Partner wird es nicht so spektakulär. Aber es zeigt einmal mehr das Risiko, sich auf Google als Uhrmacher zu verlassen. Zuerst hat sich das Unternehmen jahrelang nicht mit Uhrensoftware beschäftigt, und jetzt bringt es eine eigene Uhr auf den Markt, die erst in wenigen Monaten erhältlich sein wird.
Rafael Zeier ist Digital- und Gesellschaftsredakteur. Melden Sie neue Webdienste, testen Sie neue Geräte und überwachen Sie Technologieunternehmen. Er macht auch YouTube-Videos.
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