Durch das Projekt Community Nursing sollen gemeindenahe Gesundheitsförderung, Unterstützung, Beratung und Prävention ermöglicht werden. Die „Schwestern der Gemeinde“, die ab dem 1. Juli auch in Neulengbach aktiv sein werden, sind die Schnittstelle zwischen den Bürgern, den Gesundheitseinrichtungen, der Gemeinde und den Vereinen.
Martina Weiß-Radschopf und Monika Sorko traten beim GEHsundheitstag in Neulengbach vor der breiten Öffentlichkeit auf.
Duo mit langjähriger Berufserfahrung
Monika Sorko (41) – wird hauptberuflich als Gemeindekrankenschwester tätig sein – kann bereits auf eine langjährige Berufserfahrung verweisen. Maria Anzbacherin hat nach ihrer Ausbildung zur diplomierten Krankenpflegerin und Spezialausbildung „Krebspatienten von der Kindheit bis ins hohe Alter begleitet und betreut“.
Martina Weiß-Radschopf (32) – die in Neulengbach 18,5 Stunden im Einsatz sein wird – ist nach ihrer Ausbildung zur examinierten Krankenschwester viele Jahre in der Langzeitpflege tätig. Der gebürtige Altlengbacher studiert derzeit Krankenpflege an der Paracelsus Privatuniversität für Medizin im Bachelor.
Warum haben Sie sich auf den Studienplatz beworben? Wo parken Sie?
Monika Sorko: Im AKH Wien habe ich alles bekommen, was ich wollte. Jetzt heißt es Abschied nehmen vom Akutkrankenhaus und der Arbeit in meinem Land. Ich möchte mich gesellschaftlich engagieren und mit meiner Kollegin im Rathaus Neulengbach für alle Neulengbacherinnen und Neulengbacher hauptamtlich erreichbar sein.
Martina Weiß-Radschopf: Ich habe mich sehr gefreut, als ich von diesem Projekt erfahren habe. Schon während meiner Ausbildung fand ich die Gesundheitsförderung sehr interessant und wollte immer, dass es in Österreich „Community Nursing“ gibt, wie ich es aus anderen Ländern kannte. Es ist eine großartige Gelegenheit, eine neue Karriere in der Krankenpflege in Österreich aufzubauen und direkt etwas für die Gemeinschaft zu bewirken. Ich freue mich sehr, Teil dieses Projekts zu sein und in Neulengbach zu arbeiten. Ich bin in Neulengbach aufgetaucht, weil ich mich dem Ort als Familie sehr verbunden fühle. Im Rathausbüro bieten wir Beratungsgespräche nach Terminvereinbarung und später auch präventive Hausbesuche an.
Was genau werden Ihre Aufgaben sein?
Monika Sorko: Als Community Nurse freue ich mich darauf, unseren Zielgruppen eine Anlaufstelle in allen Pflegesituationen zu bieten und bin die zentrale Anlaufstelle für alle Belange rund um die Pflege. Ob Prävention, Gesundheit, direkte Pflege oder Hinweise auf Veranstaltungen und Freizeitangebote, ich freue mich, unseren Zielgruppen als Gemeindekrankenschwester mit Informationen und Hilfestellungen zur Verfügung zu stehen.
Martina Weiß-Radschopf: Unsere Aufgabe wird es zunächst einmal sein, alle Hilfemöglichkeiten in der Region Neulengbach zu finden und uns mit allen Anbietern zu vernetzen, um als Zentrum zu fungieren. Wir werden auch Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung anbieten. Einer der Schwerpunkte des Projekts ist, dass Menschen über 75 Jahren präventive Hausbesuche erhalten.
Wann bzw. mit welchen Anliegen wende ich mich an Sie?
Martina Weiß-Radschopf: Wenn zum Beispiel pflegende Angehörige Fragen von A bis Z haben, beantworten wir diese und leiten sie an die entsprechenden Dienste weiter. Wir helfen Ihnen auch, wenn Sie ein Pflegebett benötigen oder ein Pflegegeld beantragen. Bei Bedarf bieten wir Selbsthilfegruppen oder Themenabende an.
Ziel der Hausbesuche ist es, zu erfahren, wie Menschen möglichst lange zu Hause leben können und wie ihre Selbständigkeit und Selbstfürsorge am besten gestärkt werden können. Dies kann einfach die Vermittlung von Seniorentreffen oder die Teilnahme an kleinen Jobs sein. Ziel ist es, dass die Menschen so lange wie möglich zu Hause bleiben können und in allen Lebenslagen Unterstützung bekommen. Die Zusammenarbeit mit allen etablierten Lieferanten in der Region ist uns sehr wichtig. Wir werden niemanden ersetzen, aber wir werden als Ergänzung arbeiten.
Gibt es eine spezielle Ausbildung, um als Gemeindekrankenschwester zu arbeiten?
Monika Sorko: Voraussetzung für das aktuelle Projekt „Community Nurses“ ist ein abgeschlossenes Pflegestudium und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung, einige Weiterbildungsmöglichkeiten werden bereits angeboten.
Martina Weiß-Radschopf: Wir freuen uns gemeinsam auf die nächsten Arbeiten und sind auch der Gemeinde sehr dankbar, dass sie dieses Projekt vorgestellt hat und dass wir für die Neulengbacher Bürgerinnen und Bürger da sind.
Anzb./Altlengb./Asperh.
Vielen Dank für Ihr Interesse an NÖN.at.
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