Stand: 12.07.2022 15:30 Uhr
Der steigende Wohlstand und der medizinische Fortschritt lassen die Bevölkerung in Deutschland altern: Die Zahl der Menschen, die mindestens hundert Jahre alt sind, ist das Maximum, die meisten sind Frauen.
Rund 23.500 Menschen in Deutschland waren im Jahr 2021 mindestens 100 Jahre alt. Das waren rund 3.000 Menschen mehr als im Vorjahr, so das Statistische Bundesamt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes liegen seit 2011 Einzeldaten zur Zahl der Personen ab 100 Jahren vor.
Der Frauenanteil in der Altersgruppe über 100 lag im vergangenen Jahr bei rund 80 Prozent: Von den rund 23.500 Menschen in dieser Altersgruppe waren etwa 18.900 Frauen. Gründe sind laut Statistischem Bundesamt die gestiegene Lebenserwartung der Frauen und „der große Verlust der Männer durch den Zweiten Weltkrieg“. Allerdings ist der Anteil der Männer in der Altersgruppe über 100 in den vergangenen zehn Jahren stetig gestiegen: von 13 % im Jahr 2011 auf 19,8 % im Jahr 2021.
Mehr Wohlstand und medizinischer Fortschritt
Laut Statistik tragen verbesserte Lebensbedingungen, gestiegener Wohlstand und medizinischer Fortschritt dazu bei, dass die Bevölkerung in Deutschland altert.
Aber nicht nur die Zahl der Menschen über 100 erreichte einen neuen Höchststand. Die gleiche Entwicklung ist beim Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung zu beobachten, der 2021 mit 0,028 Prozent einen neuen Höchststand erreichte. 2011 lag der Anteil bei 0,018 Prozent.