Neuzugang Lustenau hat noch Zeit, einen Stab zu planen

Austria Lustenau nimmt sich Zeit mit der Kaderplanung nach dem Bundesliga-Aufstieg. Mit Stürmer Anthony Schmid und Verteidiger Darijo Grujcic wurden bisher zwei Profis verpflichtet. Die Vorarlberger verloren den 42-Tore-Sturm mit Haris Tabakovic und Muhammed Cham. Es sollte keine Panik auslösen. „Qualität geht vor Quantität“, sagte Sportkoordinator Alexander Schneider am Dienstag. „Außerdem laufen wir Gefahr, länger zu brauchen.“

Trainer Markus Mader begrüßte zum Start der Sommervorbereitung 15 Feldspieler und zwei Torhüter. Der österreichische U-21-Spieler Muhammed Cham sowie Mittelfeldspieler Brandon Baiye kehrten nach Auslaufen der Leihe zu Clermont Foot zurück. Da der französische Klub den Verbleib in der Ligue 1 geschafft hat, muss der Kooperationsklub der „Ländle“ warten. Es ist zu erwarten, dass der eine oder andere Young Professional aus Clermont den Weg zurück nach Lustenau finden wird.

„Neulinge müssen sich zurücklehnen und einfügen“, sagte Schneider. Der 28-jährige Deutsche steht in engem Kontakt mit Ahmet Schäfer. Der Schweizer Investor ist Vorstandsmitglied von Clermont und besitzt 25 Prozent der Austria GmbH in Lustenauers. Synergien zwischen den beiden Klubs sollen genutzt werden. Trainer Mader hat nach eigenen Angaben “vollkommenes Vertrauen” in die Sportleitung. „Am Ende hat es sehr gut funktioniert. Ich werde da keinen Druck machen“, sagte der 54-Jährige, der seit einem Jahr Trainer bei Lustenau ist.

Man habe laut Mader Ideen, wie man Österreich im Oberhaus präsentieren könne. “Das hängt natürlich davon ab, wer zur Verfügung steht.” Das Grundgerüst steht. Auf jeden Fall brauchen sie noch einen Stürmer und einen Mittelfeldspieler. Die Abwehr soll bleiben, der im Winter aus Altach geholte Brasilianer Anderson verlängerte am Dienstag seinen Zweijahresvertrag. Neben Stammtorhüter Domenik Schierl soll es auch einen zweiten Torhüter geben.

Der österreichische Pass ist bei der Suche nach neuen Schauspielern nicht unbedingt erforderlich, da einige ausländische Stellen bereits besetzt sind. Ob Lustenau den österreichischen Pot hacken will, ist laut Schneider noch offen. In der 2. Liga verzichtete der Verein auf zusätzliche Mittel. In der vergangenen Bundesliga-Saison erfüllten Austria Klagenfurt und Salzburg die Kriterien nicht.

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