Newsroom Vortragsreihe Gaming & Wissenschaft gestartet

Zum Frühsommersemester 2022 startete an der Universität Innsbruck die Ringvorlesung „Gaming & Science: Disciplinary Approaches to Game Studies“.

07.08.2022

Mit Beginn des Sommersemesters 2022 startete die Ringvorlesung „Gaming & Science: Disciplinary Approaches to Game Studies“ der neu gegründeten Forschungsgruppe „Innsbruck Game Studies“ an der Universität Innsbruck.

Die Veranstaltung begann mit einem Doppelvortrag von Tobias Unterhuber und Franziska Ascher zur neueren und altdeutschen Literaturwissenschaft, da die Literaturwissenschaft bereits in den legendären Gründungsstreit um die Game Studies, die sogenannte „Spiel versus Narratologie“-Debatte, verwickelt war.

Sie verfolgte den Vortrag von Katharina Mittlböck über Psychoanalyse und Einsatzmöglichkeiten von Computerspielen in der Therapie, zum Beispiel die Gestaltung von Avataren oder auch die Entwicklung eigener Spielkonzepte durch Patienten zur Verarbeitung traumatischer Erfahrungen.

Sascha Pöhlmann ging auf die Bedeutung der Erforschung von Computerspielen innerhalb der Amerikanistik ein, wobei er natürlich das Thema Ideologie berührte, aber Pöhlmann machte auch auf die Notwendigkeit aufmerksam, über das Erzählende hinauszublicken, um beispielsweise Lyrik inmitten von Computerspielen erkennen zu können. .

Der Slawist Gernot Howanitz widmete sich Computerspielen mit Produktionshintergrund in Osteuropa und Osteuropa als Setting für Computerspiele und arbeitete an dem, was im In- und Ausland als „typisch osteuropäisch“ empfunden wird, wie eine gewisse melancholische Stimmung und ein spezifisches weiches Farbspektrum.

Den vorläufigen Abschluss der Veranstaltung bildete der Vortrag von Felix Tenhaef zu den wissenschaftlichen Perspektiven des Bildes auf Computerspiele. Zuletzt beschäftigte sich Tenhaef mit autobiografischen Computerspielen wie That Dragon, Cancer (2016).

„Die große Resonanz aus der Ringvorlesung lässt hoffen, dass dies nicht der letzte disziplinäre Ansatz zur Computerspielforschung ist, der an der Universität Innsbruck präsentiert wird“, erklärte das Innsbruck Game Research Team team. Eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe wird im Wintersemester erwartet. Viele andere Fächer warten darauf, das Hochschulpublikum darüber zu informieren, was sie mit Computerspielen machen, und Computerspiele damit. So beendeten die Veranstalter das Sommersemester mit der Ankündigung: „Für das Wintersemester 2022/23 konnten wir bereits einige Referenten gewinnen, aber wir suchen weitere und freuen uns über Zuschriften.“

Nicht minder wichtig ist das Ziel der Veranstaltung, dass sich alle Personen – von Studierenden bis zu Lehrenden – die an der Universität Innsbruck zum Thema Games (Computer) forschen oder forschen wollen, zu einem Forschungsverbund zusammenfinden.

Dieses Angebot steht weiterhin allen Interessierten offen. Senden Sie eine E-Mail an franziska.ascher@uibk.ac.at.

(Franziska Ascher)

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