Nicht nur für Superreiche: Der Milliardär haucht einem Kulthotel neues Leben ein

Streetfood und Poolpartys

Der indische Milliardär erweckt ein Kulthotel zu neuem Leben

Das Hotel Atlantis am Fusse des Üetlibergs ist eine Hotellegende. Jetzt hat es ein indischer Hotelier komplett renoviert. Der Milliardär basiert auf einem neuen Konzept. Gerne können auch Leute aus der Nachbarschaft ein Bierchen auf der Terrasse trinken.

Gepostet: 01.07.2022 um 00:33

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Aktualisiert: vor 34 Minuten

Patrik Berger und Sebastian Babic

Das 5-Sterne-Hotel Atlantis in Zürich hat eine bewegte Geschichte. Das Hotel am Fusse des Uetlibergs über der Innenstadt hat immer wieder Besitzerwechsel erlebt. Manchmal war das Hotel leer. Oder es wurde als Unterkunft für Studenten genutzt. Zuvor gaben sich Promis gegenseitig den Türgriff. Freddie Mercury, Grace Jones, Muhammed Ali und Rihanna sind alle eingeladen. 2020 verkaufte die Königsfamilie von Katar das Haus und entließ 140 Mitarbeiter.

Der indische Milliardär Kabir Mulchandani (47), Unternehmer und Besitzer der Luxushotelkette Five, Besitzer von Adelshäusern auf der ganzen Welt, hat das legendäre Hotel gekauft. Im Sommer 2021 sollte es wiedereröffnen. Aufgrund von Corona ist dies erst ein Jahr später der Fall. Das 5-Sterne-Hotel wurde gestern mit einem rauschenden Fest eröffnet.

“Ich bin im März in den See gesprungen”

«Das Five soll Menschen ansprechen, die gutes Essen und Musik lieben, sich unterhalten und Zeit mit anderen verbringen wollen», sagt Kabir Mulchandani gegenüber Blick TV. Herkunft und sexuelle Orientierung der Gäste spielten keine Rolle. „Deshalb steht die Hotelterrasse allen offen, nicht nur den Hotelgästen.“ Der indische Milliardär geht neue Wege in Sachen Design: Er stellte Studenten der Zürcher Hochschule der Künste und Streetart-Künstler ein.

Mulchandani kam mit 8 Jahren zum ersten Mal nach Zürich. Das ist nicht der einzige Grund, warum es sich fast lokal anfühlt. “Ich bin im März in den Zürichsee gesprungen. Alle haben nur Schweizerdeutsch mit mir gesprochen. Sie haben wohl nicht damit gerechnet, dass ein Indianer ins kalte Wasser springt”, sagt er und lässt von der Terrasse aus den Blick durch die Stadt schweifen.

Corona hat keinen Schlüssel ins Werk gesetzt. Er glaubt, dass sich der Tourismus erholen wird. „Alle größeren Investitionen werden in Krisenzeiten getätigt“, sagt er. Er nutzte diese Gelegenheit. Und 260 neue Mitarbeiter erhielten eine Festanstellung.

Das Freibad wird zum Partyort

Er hat große Ambitionen mit dem vorherigen Atlantis. „Das Hotel sollte die modernste Lifestyle-Destination der Schweiz werden“, sagt er. The Five verfügt über 87 Zimmer und Suiten. Es umfasst eine Suite mit vier Schlafzimmern und fünf Balkonen. Es ist in erster Linie für Gruppen gedacht, die gemeinsam reisen und übernachten möchten.

Es gibt fünf Restaurants unter einem Dach: ein japanisches, ein chinesisches und einen Ort, an dem Street Food gekocht wird. Neben einem Café mit Bar gibt es eine zusätzliche Weinbar. Danach können die Gäste in ihrem eigenen Nachtclub feiern. Der Außenpool, der Teil des Tages-Spa-Angebots ist, wird auch zum Nachtclub.

Und was kostet der Spaß? Am Wochenende vom 9. und 10. Juli gibt es ein Doppelzimmer für 395 CHF. Mit Frühstück für zwei Personen kostet es 485 Franken pro Nacht. 550 Franken muss man für eine XL-Deluxe-Suite bezahlen. 640 Franken sind mit Frühstück zu bezahlen.

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