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Erstellt: 04-08-2022 21:04
Von: Susanne Weiß, Sabine Hermsdorf-Hiss
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Eingespieltes Team: 50 Mann vom BRK, 66 von der Polizei, 25 von der Feuerwehr und 15 vom THW sowie von der Stadt unterstützten das Abbruchteam. © Sabine Hermsdorf-Hiss
Eine weitere Bombe wurde auf einer Baustelle in Geretsried gefunden. Es ist das zweite in einer Woche. Ausfall ist deaktiviert.
Am Ende der News klären wir eine Frage: Warum wurde die zweite Bombe am Dienstag nicht entdeckt? Im relevanten Bereich Geretsried würden Bauunternehmen aufgrund der Historie eigentlich schon bei Erteilung der Baugenehmigung darüber informiert, dass sie den Boden auf Sprengstoff untersuchen müssen, erklärt Thomas Loibl, Pressesprecher der Stadt Geretsried. Das klassische Messverfahren wird mit einer Sonde durchgeführt. Bei dem betreffenden Objekt am Rotkehlchenweg ist dies jedoch nicht möglich. „Der Boden ist wegen einer Bunkerwand mit Metall kontaminiert“, sagt Loibl.
Deshalb wird die Ausgrabung von Artillerie-Putzern aus Bad Tölz begleitet. Mit anderen Worten: Es wird unter fachmännischer Aufsicht gegraben. „Wird während des Prozesses eine Munitionsreste entdeckt, muss das Abbruchteam informiert werden“, erklärt der Sprecher. So geschehen am Dienstag und Donnerstag. Bauarbeiten sind im Gange. Loibl: „Es muss nicht der letzte Sprengsatz gewesen sein. Aber wir hoffen es.“
Abbruchteam bereit – Fliegerbombe auf Geretsried entschärft
Update 4. August, 16.40 Uhr: Innerhalb von 45 Minuten hat das Team um Sprengstoffexperte Sebastian Braun seine Arbeit erledigt. Nach der Reinigung wurde der Fehlerzünder überprüft. Anscheinend war es vor 77 Jahren beim Aufprall nicht verformt worden. „Die Deaktivierung verlief reibungslos“, berichtete er nach der Operation. Übrigens deutet ein Relief auf der Bombe darauf hin, dass sie im November 1944 hergestellt wurde.
Bauarbeiter entdeckten eine in den USA hergestellte Fliegerbombe mit einem Gewicht von 150 Pfund und einer Sprengkraft von 37 Kilogramm. © Stadt Geretsried
Die Stadt zieht am Nachmittag ein positives Fazit und bedankt sich beim Abbruchteam, den 50 Mann vom BRK, 66 von der Polizei, 25 von der Feuerwehr und 15 vom THW für ihre Erfahrung und gute Teamarbeit. „Im Namen aller Einsatzkräfte möchte ich mich bei allen in Geretsried bedanken“, sagt Bürgermeister Michael Müller.
Update 4. August, 15.54 Uhr: Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd verkündet die für die Anwohner erleichternde Meldung: „Alle Straßensperren und Verkehrsbeschränkungen wurden aufgehoben. Anwohner können in ihre Wohnung zurückkehren.“
Update 4. August, 15.45 Uhr: Die Bombe wurde soeben erfolgreich entschärft. „Wir haben mittlerweile viel Erfahrung in diesen Dingen“, sagt Thomas Loibl, Sprecher der Stadt Geretsried. Das Abbruchteam konnte seine Arbeit schnell erledigen.
Auf einer Baustelle am Rotkehlchenweg in Geretsried wurde eine amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Das Münchner Abbruchteam ist vor Ort. © Stadt Geretsried
Geretsrieder Bombe entschärft: „Mittlerweile sehr erfahren in diesen Dingen“
Update 4. August, 14.55 Uhr: Die Evakuierung ist abgeschlossen, teilt die Stadt mit. Das Abbruchteam wird in wenigen Minuten mit der Arbeit beginnen.
Update 4. August, 13.30 Uhr: Die Evakuierung hat begonnen. Rettungsdienste gehen jetzt von Haus zu Haus und fordern die Bewohner auf, die Sicherheitszone zu verlassen. Insgesamt sind wegen des Bombenfundes am Rotkehlchenweg rund 100 Polizei, THW und Feuerwehr im Einsatz. Auch das BRK ist im Einsatz.
Fliegerbombe in Geretsried: Evakuierung abgeschlossen – Sprengtrupp vor Ort
Bürgermeister Michael Müller, der als ehemaliger Bewohner des Johannisplatzes selbst mehrfach evakuiert wurde, hat Verständnis dafür, dass es für die Menschen schwer ist, zum zweiten Mal in einer Woche ihre Wohnung verlassen zu müssen. „Ich freue mich aber auf das Verständnis und die Zusammenarbeit unserer Geretsrieder“, sagte der Stadtratsvorsitzende der Stützpunktbetriebsleitung. „Je früher wir den Sicherheitsperimeter räumen, desto eher kann das Abbruchteam mit der Arbeit beginnen.“
Neben dem BRK sind die Polizei mit 66, das THW mit 15 und die Feuerwehr mit 25 Mann im Einsatz. © Sabine Hermsdorf-Hiss
Update 4. August, 12.50 Uhr: Feuerwehrleute fahren bereits über Lautsprecher durch das Wohngebiet rund um den Rotkehlchenweg, um die Menschen aufzufordern, ihre Häuser zu verlassen. Offiziell habe die Evakuierung noch nicht begonnen, teilte die Stadt mit.
Nach einem Bombenfund im Stadtteil Gartenberg versammelten sich zahlreiche Rettungskräfte bei der Feuerwache Nord in Geretsried. © Sabine Hermsdorf-Hiss
Fliegerbombe in Geretsried: Feuerwehrleute gehen mit Lautsprechern durch ein Wohngebiet
Update 4. August, 12.30 Uhr: Einsatzzentrale sammelt alle Kräfte. Sobald sie vor Ort seien, werde die Evakuierung beginnen, teilte die Stadt mit. Die Sicherheitszone ist genau die gleiche wie am Dienstag. Das bedeutet: Alle Menschen, die am Dienstag ihre Häuser verlassen mussten, werden erneut getroffen. „In dieser Woche wird Ihnen einiges abverlangt“, sagt Thomas Loibl, Pressesprecher der Stadt Geretsried. Wenn Sie nicht wissen, wo Sie übernachten sollen, finden Sie in den Ratskammern einen Zufluchtsort. Ein Shuttle-Service wird eingerichtet.
Der Evakuierungsplan für Geretsried entspricht dem vom Dienstag, als am Rotkehlchenweg eine Bombe gefunden wurde. © Stadt Geretsried
Luftangriff in Geretsried: Einsatzleitung bündelt alle Kräfte
Der Ausfall könne erst deaktiviert werden, wenn der Sicherheitsbereich von 300 Metern am Boden und 1.000 Metern in der Luft geräumt sei, betont Loibl. Inzwischen war das Abbruchteam vor Ort. Wie am Dienstag ist es eine Fliegerbombe amerikanischen Ursprungs. Es wiegt 150 Pfund und hat eine Sprengkraft von 37 Kilogramm. „Sie ist gut zugänglich, über ihren Zustand kann aber keine Aussage gemacht werden“, sagte der Sprecher. Laut dem Abrissexperten war das Chaos “mit Kies bedeckt” und musste zuerst aufgeräumt werden. Aber auch das ist erst möglich, nachdem die Evakuierung abgeschlossen ist.
Einsatzbesprechung nach Fund der Bombe: Einsatzkräfte richteten bei der Feuerwache Nord in Geretsried einen Stützpunkt ein. © Sabine Hermsdorf-Hiss
Update 4. August, 12 Uhr: Der Robin Trail ist geschlossen. Bei der Feuerwache Nord richteten die Einsatzkräfte einen Stützpunkt ein. Hier laufen die Fäden zusammen. Um den Fundort der Bombe wurde eine Sicherheitszone eingerichtet, die geräumt werden muss, bevor der Fehler deaktiviert werden kann. Betroffene Nachbarn sind frustriert. “Dann gehen wir für den Tag zurück in die Eisdiele”, sagte einer, als er den Schnitt sah.
Fliegerbombenfund in Geretsried-Gartenberg: Rund um den Fundort am Rotkehlchenweg gibt es Verkehrssperren. © Sabine Hermsdorf-Hiss
Erstmeldung am 4. August um 11 Uhr:
Geretsried – Am Donnerstagmorgen gegen 10.30 Uhr wurde auf einer Baustelle am Rotkehlchenweg im Geretsrieder Stadtteil Gartenberg wieder Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Nach erster Einschätzung handele es sich erneut um eine 75 Kilogramm schwere Fliegerbombe, teilte das Polizeipräfektur Oberbayern Süd mit.
Geretsried: Fliegerbombe gefunden – Gartenberg wird geräumt
Um das Gelände herum wurde eine Sicherheitszone mit einem Radius von 300 Metern definiert. Der Sprengstoff-Entsorgungsdienst wurde bereits alarmiert und wird voraussichtlich zwischen 12 und 13 Uhr vor Ort eintreffen. Rund um den Fundort am Rotkehlchenweg sind Verkehrssperren eingerichtet.
Nach einem Bombenfund in Geretsried-Gartenberg werden erneut Polizei, Feuerwehr, BRK, THW und die Abbruchmannschaft gerufen (Aktenfoto). © Sabine Hermsdorf-Hiss
Erst am Dienstag entdeckten Bauarbeiter eine Störung im Rotkehlchenweg. 1800 Einwohner mussten ihre Häuser verlassen. Am späten Nachmittag gab es Entwarnung: Drei Meistersprenger entschärften erfolgreich die Bombe. In Geretsried tauchen immer noch Relikte des Zweiten Weltkriegs auf. Dies hat einen Grund. sw
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