Nord Stream 2: Der ehemalige Kommunikationschef war ein Spion für die Stasi Das ist es

Gepostet am 18. Juni 2022, 1:27 Uhr

Das Nord Stream 2-Projekt sollte russisches Gas unter der Ostsee nach Deutschland bringen, ohne durch die Ukraine zu gehen, aber jetzt wurde es gestoppt. Die „Bild“-Zeitung berichtet, dass der ehemalige Kommunikationschef des Projekts ein ehemaliger Mitarbeiter der Stasi ist.

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Der frühere Kommunikationschef der deutsch-russischen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 war laut “Bild”-Ermittlungen ein Mitarbeiter der Stasi, der Geheimpolizei der DDR. (Archivbild)

IMAGO / Christian Thiel

Der alte Grenzübergang in der DDR in Berlin. (Archivbild)

BILD / Perspektive

Der ehemalige Kommunikationschef der stillgelegten deutsch-russischen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 war einem Medienbericht zufolge in den 1980er Jahren inoffizieller Mitarbeiter der Stasi (IM). Wie die „Bild“-Zeitung (Samstagsausgabe) unter Berufung auf eine Akte aus dem Stasi-Aktenarchiv berichtet, versprach der langjährige Kommunikationschef Steffen Ebert 1984 eine Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz der DDR. Dem Bericht zufolge bestätigte Ebert seine Stasi-Tätigkeit in der “Bild”-Zeitung.

Ebert sagte der Bild-Zeitung, er sei wie “normalerweise fast alle” Rekruten der Nationalen Volksarmee “von der Stasi missbraucht” worden. Heute bedauert er, Informationen über andere in der Stasi weitergegeben zu haben.

“Er war das Opfer der Indoktrination des Systems”

Außerdem fügte der heute 57-jährige Ebert hinzu, dass “ich wie viele Menschen in der DDR auf meine unerwartete Weise Opfer der Indoktrination des Systems geworden bin”. Er hoffe daher, dass „dies auch im Kontext der damaligen Zeit betrachtet wird“. 1987 lehnte Ebert, der sich den Spitznamen „Stier“ ausgesucht hatte, laut „Bild“ weitere Instant Messaging-Jobs aus „Gewissensgründen“ ab.

Die Stasi fungierte in der DDR als Geheimdienst und war dafür bekannt, Bürger systematisch auszuspionieren. Sie überwachten Systemkritiker, drangen in ihre Wohnungen ein und telefonierten. Ziel ist es, verdächtige Gegner des Regimes auszuschalten. Persönlichkeits- und Menschenrechte wurden missachtet.

Nord Stream 2 sollte russisches Gas unter der Ostsee nach Deutschland transportieren, ohne die Ukraine zu passieren. Angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hatte die Bundesregierung das Genehmigungsverfahren für das Pipeline-Projekt gestoppt.

(AFP)

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