„Norwegens gefährlichster Mann“ flüchtete auf Urlaub

Die internationale Jagd auf „Norwegens gefährlichsten Mann“ floh; er kehrte nach seiner Freilassung nicht zurück

Eine internationale Suche von Stig Millehaugen ist im Gange

© Interpol

02.06.2022, 14:34 Uhr 3 Minuten Lesezeit

Die norwegische Polizei ist in höchster Alarmbereitschaft: Es wird nach dem Doppelmörder Stig Millehaugen gesucht. Er kehrte nach seiner Freilassung nicht zurück. Auch Interpol ist beteiligt.

Die norwegische Polizei sucht nach dem Doppelmörder Stig Millehaugen. Nach Angaben der norwegischen Polizei wurde der 53-Jährige am Mittwoch zwischen 9 und 15 Uhr freigelassen, kehrte dann aber nicht wie vereinbart ins Trondheim-Gefängnis zurück.

Die Polizei möchte Millehaugen so schnell wie möglich kontaktieren. Laut einer Mitteilung werden alle notwendigen Mittel eingesetzt, um ihn zu finden und zu verhaften. „Wir ermutigen die Öffentlichkeit, sich im Falle von Sichtungen an die Polizei zu wenden und dass die Öffentlichkeit keine eigenen Maßnahmen ergreift“, sagte Polizeistaatsanwältin Anne Haave im Polizeibezirk Trøndelag.

Der Flüchtling flog nach Oslo

Die Polizei teilte dem norwegischen Sender NRK mit, dass der Alarm landesweit ausgelöst worden sei. Auch die Polizei im benachbarten Schweden wurde laut der schwedischen Zeitung Aftonbladet gemeldet.

Auch Interpol ist involviert und hat auf ihrer Website eine Suchmeldung veröffentlicht. Millehaugen wird als 1,79 m groß und eine etwas schwere Struktur beschrieben. Sie hat kurze blonde Haare und blaue Augen. Er soll auch mehrere Tattoos haben.

Der Aufruf zu einer Menschenjagd auf Stig Millehaugen bei Interpol

© Interpol-Screenshot

Wie die Zeitung VG am Donnerstag berichtet, soll der Flüchtige einen Flug von Trondheim in die Hauptstadt Oslo genommen haben. Vom Flughafen Oslo aus soll Gardermoen weiter in die Stadt gefahren sein. „Dafür sprechen mehrere Erkenntnisse, ohne ins Detail zu gehen. Wichtig ist auch anzumerken, dass wir weiterhin an verschiedenen Hypothesen über die Bewegungen der gesuchten Person arbeiten“, so die Polizei. Bilder von Überwachungskameras sollen Millehaugen am Flughafen Trondheim zeigen.

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Millehaugen verbrachte viele Jahre im Gefängnis in Norwegen

Millehaugen wurde wegen mehrerer schwerer Verbrechen verurteilt, darunter bewaffneter Raubüberfall und Mord ersten Grades. 2012 wurde er wegen Mordes ersten Grades zu 21 Jahren Gefängnis mit einer Mindeststrafe von 10 Jahren verurteilt. Dieses Urteil stellte fest, dass in Millehaugen ein Wiederholungsrisiko bestand.

„Stig Millehaugen hat sein gesamtes Erwachsenenleben im Gefängnis verbracht, nachdem er unter anderem wegen rücksichtslosen Raubüberfalls mit und ohne Geiselnahme und Mord verurteilt worden war. Während er 1993 eine 17-jährige Haftstrafe verbüßte, wurde er erneut wegen Waffenbesitzes verurteilt 1993. 2003“, schrieb der Oberste Gerichtshof damals.

„Der Mord und der versuchte Mord im vorliegenden Fall wurden erst wenige Monate vor seiner Bewährung geplant und durchgeführt.

Millehaugen floh einmal während eines Urlaubs

2009 schoss Millehaugen einem Mann mit einer Pistole in den Hinterkopf. Anschließend fuhr er mit dem Auto zu einem Parkplatz, wo er laut Interpol Benzin auf seinen Körper und/oder sein Auto schüttete und in Brand steckte. Millehaugen wurde zuvor wegen Mordes an einem Gefängnisbeamten verurteilt, nachdem er versucht hatte, aus dem Gefängnis zu fliehen, berichtet NRK. Laut Norwegens TV2 wurde das ehemalige Mitglied der Bande für seine Taten zum „gefährlichsten Mann Norwegens“ getauft.

Laut NRK ist dies nicht Millehaugens erste Flucht während seines Krankenurlaubs. Im Oktober 2000 floh er mit seiner Freundin. Es wurde erst im Juni 2001 gefangen. Andererseits hatte Millehaugen im letzten Jahr fünf Veröffentlichungen ohne Probleme, fährt NRK fort.

rw

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