Notunterkünfte im Viererfeld – Trockenräume: Das ist das Mega-Containerdorf in Bern

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Bald ziehen die ersten Flüchtlinge ins Viererfeld. Noch gleicht die „Pioniersiedlung“ einer Baustelle.

Noch sieht es nicht sehr heimelig aus, das umzäunte Areal nördlich der Bundesstadt ist eine Großbaustelle. Auf zwei Stockwerken stapeln sich Dutzende Container. Sie hat ein Vordach, wie sie auch Turnhütte genannt wird. Kies, Staub und Bagger prägen das Landschaftsbild.

Bildunterschrift: Der erste Teil der Containersiedlung bietet Platz für 100 Personen. Im voll ausgebauten Zustand wird das Camp bis zu 1.000 Menschen ein Dach über dem Keystone-Kopf bieten

Die Containersiedlung Viererfeld in Bern, die Platz für bis zu 1000 ukrainische Flüchtlinge bietet, soll ein beispielhaftes Pionierprojekt werden. Die ersten der 100 Bewohner werden am Montag einziehen.

Knappe Zimmer

Bett, Tisch, Kleiderschrank: Die Möbel in den Containerzimmern sind minimalistisch, die Duschen liegen wie auf einem Campingplatz im Flur. „Das Containerdorf ermöglicht es den Menschen, bescheiden zu leben. Aber ein sicheres Leben», sagt Claudia Hänzi, Leiterin des Sozialamtes der Stadt Bern.

Bildunterschrift: Flüchtlinge leben auf engstem Raum, Zimmer für Zimmer. Die Duschen befinden sich auf dem Flur. Schlussstein

Geflüchtete sollen im Containerdorf möglichst selbstständig leben und sich um Unterkunft und Tagesstruktur kümmern. Dazu gehören Einkaufen, Kochen, Putzen. Und wenn möglich arbeiten.

Ukraine: Das ist die Containerstadt Bern

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Bildunterschrift: Der erste Teil des Containerdorfs auf Feld vier ist fertig. Die Unterkunft gleicht noch einer Baustelle. Schlussstein

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Titel: Der Kanton baut im Berner Viererfeld ein Containerdorf für 1000 ukrainische Flüchtlinge. Schlussstein

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Bildunterschrift: Im Juli könnten die ersten Menschen in die Containersiedlung einziehen. Schlussstein

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Bildunterschrift: Projektleiter Stefan Bähler wehrt sich gegen harsche Kritik. Das Projekt ist kein Schnellschuss. SRF

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Bildunterschrift: Flüchtlinge haben 16 Kochstellen für je 200 Menschen. SRF

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Bildunterschrift: In einem Container dürfen maximal vier Personen wohnen. Schlussstein

Kinder können die Schule in speziell für den Standort gebauten Klassenzimmern besuchen. Das „Ukraine-Dörfli“, wie die Nachbarschaft die Containeransiedlung nennt, hat auch eine Rezeption und einen Parkplatz.

Experimentieren Sie während des Betriebs

Mitarbeiter der Heilsarmee kümmern sich um ukrainische Flüchtlinge. Auch für sie ist das Containerdorf ein Experiment im laufenden Betrieb.

Bildunterschrift: Das ist ein Zimmer in der Unterkunft der Viererfelder. Schlussstein

„Sicher gibt es noch viele Gestaltungsmöglichkeiten. Es wird spannend zu sehen, wie das Dorf zum Leben erweckt wird“, sagt Manuel Breiter, Leiter Migration und Integration der Schweizerischen Heilsarmee.

Zuletzt wurde das im Kanton vorgesehene Containerdorf kritisiert. Es sei ein schneller und grundlegend falscher Schuss gewesen, sagt Ueli Salzmann, Architekt und langjähriger Experte für Notunterkünfte.

Wir sprechen von einer Notunterkunft und einer Notsituation. In diesem Sinne versuchen wir unser Bestes zu geben.

Breiter sieht das nicht so. Mindestens ebenso wichtig wie die Lage ist die stadtnahe Lage. „Wir sprechen von einer vorübergehenden Unterbringung und einer Notsituation. In diesem Sinne versuchen wir, die Raumbedingungen, die wir als Betreiber nicht beeinflussen können, optimal zu nutzen.“

Brauchen wir eine Containerabrechnung?

Bleibt die Frage, wie viele Menschen in der Ukraine eines Tages tatsächlich im Viererfeld leben werden. Einige Flüchtlinge sind bereits in die Ukraine zurückgekehrt, die überwiegende Mehrheit lebt bei Gastfamilien oder in eigenen Wohnungen. Ein Blick in den Kanton Aargau zeigt, dass derzeit nur 13 der 120 speziell für Flüchtlinge vorgesehenen Wohnungen belegt sind.

Bildunterschrift: In diesen Küchen sollen Flüchtlinge kochen. Schlussstein

Für den Kanton Bern ist das Viererfeld auch eine Reserve, falls je nach Kriegsverlauf die Zahl der Flüchtlinge wieder steigen muss.

Bisher wurde ein Wohntrakt in Viererfeld fertiggestellt. Die Siedlung kann beliebig erweitert werden. Zwei Containermodule werden in den kommenden Wochen gebaut und zwei weitere reserviert. «Am besten wäre es, wenn wir die Siedlung nie nutzen müssten», sagte der Berner Sozialdirektor Pierre Alain Schnegg (SVP) kürzlich.

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