Nun fusioniert die Post mit der Krankenkasse Sympany

Sympany zieht in die Poststellen um

Der Verbraucherschützer kritisiert den Postverband scharf

Die Mitarbeiter der Post nehmen neu nicht nur Briefe und Pakete an, sondern vereinbaren auch Beratungstermine bei der Krankenkasse Sympany. Ab September kooperiert die Post mit der Krankenkasse. Der Verbraucherschützer ist sehr alarmiert.

Gepostet: 05.07.2022 um 11:03 Uhr

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Aktualisiert: 05.07.2022 um 21:27 Uhr

Die Post muss nicht mehr nur die Kosten teurer Poststellen tragen. Nach mehr als zweijähriger Suche hat er einen neuen Partner gefunden: Sympany Krankenkasse. «Ich kann es laut sagen: Ich bin sehr stolz», sagte Post-Chef Roberto Cirillo an der Pressekonferenz in Biel BE.

So funktioniert die neue Partnerschaft: Unter dem Dach der Schweizerischen Post ist Sympany künftig in acht Deutsch- und Westschweizer Gemeinden präsent. Konkret arbeiten Sympany Mitarbeitende an den Standorten Baden AG, Biel BE, Dietikon ZH, Frauenfeld, Genf, Lausanne, Winterthur ZH und Zug.

Das Ziel sind profitablere Filialen

In weiteren 90 Geschäftsstellen werden keine Versicherungsvertreter vor Ort sein, aber Mitarbeitende der Post vereinbaren für interessierte Kunden einen Termin bei Sympany. Eine schrittweise Ausweitung des Angebots ist zu erwarten.

Bei diesem einzigen Verein soll er laut Post nicht bleiben. Gespräche mit weiteren Unternehmen laufen bereits. Ziel der Vereine ist es, die Büros rentabel zu machen. In der Vergangenheit hatte die Post viele ihrer Filialen geschlossen. Ende März 2020 verfügte die Post noch über 962 Geschäftsstellen. Jetzt gibt es nur noch 800 im Land. Laut offiziellen Angaben soll diese Zahl “stabilisiert” werden.

Verbraucherschützer kritisiert Post scharf

Konsumentenschützerin Sara Stalder ist mit dem neuen Verband überhaupt nicht zufrieden. „Auf keinen Fall sollten Anbieter auf die Nutzerdaten von Postkunden zugreifen können.“ Der Branchentarifvertrag der Krankenkassen verbietet Telefonwerbung gegenüber Personen, die noch keine Kunden sind, ausdrücklich. Zudem muss der Datenschutz strikt gewährleistet werden.

«Statt per Telefon will Sympany nun Kaltakquise bei den Poststellen tätigen», schreibt Stalder in einer Mitteilung. Die Post weist zurück: „Kunden, die ein Päckchen Zalando zum Schalter bringen, werden nicht nach der Krankenversicherung gefragt“, sagte ein Beamter auf der Pressekonferenz der Post.

Der Verbraucherschützer bleibt jedoch alarmiert: „In den meisten Postfilialen tragen Postmitarbeiter mehrere Verkaufsmützen. Es wird weniger transparent.“

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