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Ende August wird es einen König geben. Und gut 40 Kronen für die besten Sportler des Bundesfestes Schwingen und Alpin. Mit der Verteilung der Kronen lässt sich jeweils eine grobe Bilanz ziehen. Wie diese Bilanz für den Gastgeberverband in Pratteln ausfallen wird, ist noch nicht ganz klar.
Von nun an müssen die starken Kämpfer der Nordwestschweizer Sektion (NWSV) jede Gelegenheit nutzen, um ihre Form zu finden. Auf höchstmöglichem Niveau. Diese Gelegenheit bietet dieser Samstag am Weissenstein. Gäste werden aus Bern und der Ostschweiz anreisen, so harter Widerstand, und die derzeitige Stärke der Nordwestschweizer wird genau beobachtet und analysiert.
Das war im bisherigen Saisonverlauf kaum zu erkennen. Und es dauert nur fünf Wochen, bis die Rechnung beglichen ist, bis die Bundeskronen in Pratteln in der Nordwestschweiz überreicht werden.
Wenige ESAF-Kronen für die Nordwestschweiz
Wie gut es in den letzten Jahren funktioniert hat, ist immer eine interessante Frage. Auch im Wrestling. Nach dem Eidgenössischen 2013 kam die Nordwestschweiz zum Schluss: Es geht ihr nicht gut. Nur drei Kränze hatten Burgdorf Anlass gegeben.
Bildunterschrift: Wer gewinnt mit dem Weissenstein an Selbstbewusstsein? Am Samstag findet auf dem Solothurner Hausberg das traditionelle Bergkronenfest statt. Schlüsselschlüssel/Thomas Delley
Und da die Kronenbalance so wichtig ist, wurden viele weitere Trainingseinheiten durchgeführt, um sie in Zukunft zu verbessern, ein Mentaltrainer hinzugezogen, die Betreuung während des Wettkampfs optimiert und 2016 schnell fünf Verbandskronen erreicht. Dies ist eine gute Leistung für den zweitkleinsten Teilverband. Drei Jahre später kam es jedoch anders und die Nordwestschweizer mussten sich erneut mit nur drei Kränzen begnügen.
Was erwartet die NWSV-Kämpfer in Pratteln?
Und nun kommen die Schweizer aus dem Baselbiet immer näher. Wie die Bilanz dort ausfallen könnte, lässt sich noch nicht einmal abschätzen. Das ist kein gutes Zeichen. Die drei Gewinner der Bundeskrone 2019 – Joel Strebel, Patrick Räbmatter und Andreas Döbeli – zeigten diesen Sommer bereits starke Wettkämpfe, blieben aber bei anderen Gelegenheiten deutlich hinter den Erwartungen zurück.
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Das SRF überträgt am Samstag das Schwingfest im Weissenstein in voller Länge. Ab 8:25 Uhr sind Sie live dabei in der Sport-App und im Stream auf srf.ch/sport.
Von den jungen Anwärtern auf eine Bundeskrone haben Lars Voggensperger und Adrian Odermatt seit der letzten Bundeskrone nicht nur das Kronenjahr 2020, sondern auch den Sommer 2021 aufgrund ihres Militärdienstes verpasst. Auch Lukas Döbeli war lange verletzt, und auch diese drei potenziellen „Neuen Eidgenossen“ sind nicht da, wo sie in Bestform sein könnten.
Die Zeit wird knapp. Um auf dem Höhepunkt der Saison die nötige Stabilität zu finden, um die Krone zu erringen, bestreiten die Nordwestschweizer drei grosse Wettkämpfe: kurz vor dem Eidgenössischen auf der Schwägalp, eine Woche vorher beim eigenen Unterverbandsfest und diesen Samstag um der Weissenstein. Der Solothurner Hausberg, der für die Gastgeber bereits zum Zielberg geworden ist.
Teamchef Nick Alpiger aus der Nordwestschweiz verletzte sich vor drei Jahren bei seinem eigenen Bergfest, trat beim Bundesanlass in Zug noch an, musste aber nach vier Läufen ausfallen, weil Weissensteins Verletzung wieder aufgeflammt war.
Im Weissenstein wird der Ernstfall geprobt
Das war bittersüß für Alpiger. Und was die Bilanz der Nordwestschweiz betrifft, die durch den Verlust eines sicheren Gewinners sofort um 25 Prozent schlechter war. In einem kleinen Teilverbund haben die einzelnen Leistungserbringer viel mehr Verantwortung für das Ergebnis der Abrechnung. Nick Alpiger verletzte sich im Vorfeld dieser Saison erneut, war also nicht konstant stark und muss nun wegen einer Fingerverletzung auf Weissenstein verzichten.
Glück ist immer nötig. Es ist jedoch gut, wenn Sie sich so wenig wie möglich auf diesen höchst unberechenbaren Faktor verlassen. Deshalb ist es so wichtig, in schwierigen Kämpfen Leistung zu bringen. Der Weissenstein bietet dafür die perfekte Kulisse. Es gilt, als Einzelsportler und als Team Wissen und im Idealfall Selbstvertrauen zu erlangen. Bevor es in fünf Wochen gelöst ist. Dies ist erfahrungsgemäß besonders rücksichtslos, wenn es um den Wirtsunterverband geht.