Nicht nur vom Ukrainekrieg war die Rede.
Noch vor einer Woche lehnte es der Wiener Gemeinderat ab, die Reise in die Türkei in der „Presse“ zu bestätigen. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) postete gestern Abend ein Foto auf Twitter. Zeigt den Bürgermeister neben dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.
„Türkische Friedensbemühungen in der #Ukraine sind wichtig“, schrieb Ludwig. Die Ansätze müssen im Rahmen der Istanbul-Gespräche an den Verhandlungstisch gebracht werden. Er sprach mit dem Staatsoberhaupt darüber. Seit Ausbruch des Ukrainekrieges positioniert er sich als Vermittler zwischen Kiew und Moskau.
Auch Treffen mit der Kanzlerin
Beim Besuch des Wiener Bürgermeisters in der Türkei ging es aber nicht nur um den Krieg in der Ukraine. „Mir ist es auch wichtig, wieder zu einer Verbesserung der staatlichen Beziehungen zwischen Österreich und der Türkei beizutragen“, schrieb Ludwig in seiner Botschaft. Und „natürlich“ wurden auch die Kopenhagener Kriterien angesprochen, also die Bedingungen für den Beitritt zur Europäischen Union.
2016 forderte die österreichische Regierung ein Ende der EU-Beitrittsverhandlungen. Aber auch auf Regierungsebene herrscht Tauwetter. Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat ein Treffen mit dem türkischen Präsidenten für Ende Juni am Rande des Nato-Gipfels in Madrid vereinbart.
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(rot)