Oberwil BL: «Mira wurde Opfer eines versuchten Ritualmords.»

Gepostet am 26. Mai 2022, 5:05 Uhr

Die Katze Mira wurde mit einem Holzspieß an seinen Bauch genagelt. Nach der Notoperation sind die Schlagzeilen sicher: Es handelte sich um einen versuchten Ritualmord. Ein Experte zählt.

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Am Sonntagnachmittag vergangener Woche fand der Besitzer die Katze unter dem Bett. Ein Holzspieß ragte aus der Brust heraus und war an der Lunge des Tierkörpers befestigt.

Privat 20 Minuten

Am nächsten Tag wurde die Katze in der Tierklinik München notoperiert. Das Bild zeigt den am Körper des Tieres befestigten Holzspieß.

Privat

Nachdem die Katzenbesitzer am vergangenen Sonntag ihre Mira aufgespießt unter dem Bett fanden, brachten sie ihr Tier direkt in die Tierklinik München. Die Operation am nächsten Tag verlief gut, doch die Katze befindet sich nach Angaben der Familie weiterhin in einem kritischen Zustand und ist zuversichtlich: „Wir wissen jetzt sicher, dass es sich um einen versuchten rituellen Tötungsdelikt handelt.“

Sekten- und Religionsexperte Georg Otto Schmid ist sich unsicher, will es aber nicht ausschließen. „Eine Katze ist eine atypische Option für einen Ritualmord. Es sieht auch so aus, als hätten ungebildete Okkultisten an diesem Fall gearbeitet, sonst wäre das Tier jetzt tot“, sagte er bei 20 Minuten. „Rituale Tötungen von Kaninchen, Schafen oder Ziegen sind besser bekannt. Katzen sind viel schwerer zu zähmen. Im Okkultismus gelten Katzen auch als menschliche Freunde“, ergänzt Otto Schmid. Rituelle Tötungen sind auch am besten für Messer bekannt. Holzspieße werden mehr oder weniger nie verwendet.

Dabei setzt der Experte der Sekte meist auf Jugendliche, die eine Mutprobe machen wollen, denkbar ist auch ein Sadist oder einfach nur ein „Verrückter“. „Uns ist damals einfach aufgefallen, dass mehr als eine Person am Werk war. Eine Katze wehrt sich zu sehr und wurde offensichtlich vorher nicht betäubt, sonst wäre sie nicht nach Hause gekommen“, folgert Schmid.

Schau, er hat den Hügel noch nicht erreicht

Seit dem letzten Update der Familie auf Facebook geht es der Katze besser, aber noch nicht stabil. Er liegt derzeit in einer Sauerstoffbox im Krankenhaus und muss ruhig liegen bleiben. Sie hatte jedoch Angst und wollte ständig weglaufen. „Ich muss darauf vorbereitet sein, die Katze, die ich kenne, nicht zurückzuholen“, sagte der Besitzer 20 Minuten lang. Inzwischen haben die Eigentümer auch Anzeige bei der Kantonspolizei erstattet. Der Holzspieß wurde im Rahmen der Ermittlungen von den Behörden beschlagnahmt.

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