Der große Salzburger Favorit dominierte natürlich das Spiel gegen den SV Fügen, doch die erste gute Gelegenheit verpasste der Underdog nach wenigen Minuten durch Matteo Steiner. Vor allem Torhüter Patrick Schiestl wehrte sich mit aller Kraft. Nach einigen Rückschlägen sorgte ein Fehler des Torhüters für den Ausgleich der Salzburger Führung: Benjamin Sesko staubte ab.
Sie fliehen mit aller Kraft im Kampf
Fügen schien in Führung liegend etwas verwirrt zu sein und sie fielen auf ein passables Organisationsniveau. Der ebenfalls eingewechselte Adamu erzielte nach einem Pass von Wöber, der auf die linke Seite gesetzt wurde, das 2:0. Rechtsverteidiger Van der Brempt folgte nach einer Ecke. Am Ende freute sich Salzburg-Trainer Matthias Jaissle: „Kurz gesagt, es war ein verdienter Sieg. Wir müssen noch etwas konstanter werden: Die Chancen auf einen klaren Sieg waren da, aber es blieb lange so. Wir haben definitiv unsere Pflicht erfüllt.“
APA/EXPA/STEFAN ADELSBERGER Er hatte einen Traumtag und hielt Fügen lange im Spiel: Torhüter Patrick Schiestl
„Ich werde ganz aufgeregt, wenn ich daran denke, dass wir gegen Red Bull Salzburg nur 0:3 verloren haben“, sagt Trainer Thomas Luchner. Sein Team hat super gekämpft. Mit einer engagierten Leistung sorgten die Kicker des SV Fügen für ein gelungenes Fußballfest in Zell am Ziller. „Es war ein Spiel des Lebens. Für die Spieler und für mich als Trainer ist es super“, sagte der Fügen-Trainer, der sich mit seinem Team gut an den Meister der Salzburger Serie angepasst hatte.
APA/EXPA/STEFAN ADELSBERGER Fügen traf auf die Oberen der Salzburger
Das Glas der Scheinwerfer tat den Zuschauern weh
Aus organisatorischen Gründen bestritt die Mannschaft das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte nicht auf dem eigenen Rasen, sondern im größten und ausverkauftesten Parkstadion in Zell am Ziller. Während des Spiels kam es jedoch zu einem Zwischenfall. Gegen 17.20 Uhr wollten die Organisatoren die Lichter des Stadions anzünden. Laut Polizei ging kurz darauf ein Glas eines Leuchtturms zu Bruch und fiel auf die darunter liegenden Zuschauer. Vier Personen wurden leicht verletzt. Zwei von ihnen wurden zur weiteren Versorgung ins Bezirkskrankenhaus Schwaz gebracht.
Die WSG kämpft um die nächste Runde im ÖFB-Cup
Das Spiel der WSG Tirol gegen den Regionalliga-Ost-Verein Neusiedl stand unter anderen Vorzeichen. Der Wattenser Bundesligist musste gegen den Außenseiter einen Pflichtsieg erringen. Dieses Projekt gestaltete sich jedoch alles andere als einfach. In den ersten 45 Minuten gerieten Tim Prica, Lautaro Rinaldi und Companyia in die Latte der Neusiedler-Abwehr. Trotz vieler Torchancen war es zur Halbzeit kein Tor. Nach dem Seitenwechsel ging der Regionalligist nach einem Fehler von Torhüter Ferdinand Oswald sogar in Führung.
Raul Bucur musste den Ball nur noch über die Linie schieben (64.). Nach dem Aufeinandertreffen der Wattener brachte Abwehrchef Raffael Behounek die WSG kurz darauf wieder ins Spiel und holte das verdiente Unentschieden (70.). Die Entscheidung fiel erst in der Overtime. Justin Forst erzielte in der 105. Minute das 2:1 und in der 110. Minute dann das 3:1.“ In der Verlängerung waren wir souverän. Da hat man die beste Form und Qualität gesehen“, sagte Trainer Thomas Silberberger nach dem Pokalfight in Neusiedl.
Schwaz trifft am Samstag auf den LASK
Am Samstag empfängt Schwaz, Meister der Regionalliga West, den LASK der Fußball-Bundesliga. In den vergangenen Jahren spielten die Schwazer im ÖFB-Cup immer wieder gegen die besten Klubs der Bundesliga, freute sich Trainer Martin Hofbauer. Für einen Regionalligisten ist es immer eine tolle Sache, gegen einen Bundesligisten zu spielen. Für die meisten Mitarbeiter, insbesondere die Jungs, wäre es das erste Mal, dass eine solche Erfahrung gemacht wird. Der Launch in Schwaz erfolgt am Samstag um 18 Uhr.