ÖFB-Frauen: Nach Frust im Angriffsmodus

Die Tränen von Torhüterin Manuela Zinsberger und Sarah Zadrazil, die ihr 100. Länderspiel nicht mit einem Erfolgserlebnis krönen konnten, haben künftig den Rasen des Mondes im Pennyhill Park getrocknet. „Wir wären gerne länger geblieben. Es ist immer schmerzhaft, ein Turnier zu verlassen. Das war 2017 so und heute ist es nicht anders“, sagte Zinsberger. Charterflug ENT567 startete gestern Nachmittag in London Gatwick. Bei ihrer Rückkehr nach Schwechat wurde das österreichische Team von Vizekanzler Werner Kogler und der Bundesministerin für Frauen, Familie und Integration, Susanne Raab, empfangen.

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Abschied von der EURO mit Stolz

Österreichs Frauenteam verpasste das Halbfinale der EURO. Die Enttäuschung über die 0:2-Niederlage gegen Deutschland in Brentford, wo den Rot-Weiß-Roten drei Pfosten oder Latten im Weg standen, ist groß, und der Stolz überwiegt. Es war ein starkes Turnier. Sportredakteur Alexander Zambarloukos blickt zurück.

“hat es verdient”

Die EURO ist für Rotweirot Geschichte, unvergessliche Momente – geprägt von zahlreichen Emotionen und vier sehr starken Spielen (ua Siege über Nordirland und Norwegen) – bleiben für immer in Erinnerung. „Es war eine unglaublich gute Zeit, wir haben unglaublich viel erreicht und hoffen, dass Österreich stolz sein wird“, betonte Zinsberger.

Julia Hickelsberger-Fller, die beim Stand von 0:0 eine Top-Chance vergab, wäre am Sonntag im Wembley-Stadion gerne in einer Woche ins Endspiel eingezogen, das Potenzial dafür wäre vorhanden gewesen. „Wir sind verdient weitergekommen“, sagte der schnelle Außenstürmer, der in die Bundesliga zur TSG Hoffenheim wechseln wird.

Drei Alu-Tore der FB-Auswahl (Marina Georgieva, Barbara Dunst, Sarah Puntigam) gegen die Deutschen sind so schnell nicht von der Hand zu weisen. „Das wollte ich eigentlich nicht sein“, sinnierte der Frankfurter Legionär Dunst, um gleich in die Zukunft zu blicken. Der 24-Jährige geht in den Angriffsmodus: „Wir müssen vorne einfach effektiver werden und auch sehen, dass wir mehr Akzente setzen können“, sagte der Steirer. Wohlwissend, dass das nächste sportliche Highlight vor der Tür steht.

„Diese Mannschaft ist auf jeden Fall bereit für die WM“, sagte Dunst, der sich auf die ersten Endrunden in Australien und Neuseeland 2023 freut. Der Weg dorthin beginnt mit dem Heimqualifikationsspiel gegen England am 3. September ist schwierig aber machbar. Kapitänin Viktoria Schnaderbeck & Co. er hat das Playoff-Ticket in der Tasche und drei Innings werden so gespielt. „Es wäre unglaublich cool, in naher Zukunft wieder bei einem so großen Turnier antreten zu können“, sagte Laura Feiersinger.

Der Glaube kann definitiv Berge versetzen. “Davon lassen wir uns nicht unterkriegen. Wir werden die richtigen Schlüsse ziehen und dann aufs Ganze gehen”, kündigte Zinsberger mutig an.

Eine andere Reaktion war nicht zu erwarten.

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