NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) – Die Ölpreise sind am Montag gestiegen und haben damit die Kursgewinne der letzten Handelstage fortgesetzt. Im Vergleich zum Anstieg vom vergangenen Freitag konnten die Handelskurse am Mittag jedoch nur leicht zulegen. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent aus der Nordsee kostete am Mittag 120,45 US-Dollar, 73 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel West Texas Intermediate (WTI) stieg um 69 Cent auf 119,56 Dollar.
Die Ölpreise sind letzte Nacht mehrmals sogar noch stärker gestiegen. Der führende Staat der OPEC, Saudi-Arabien, hatte die Preise für Ölexporte nach Asien überraschend deutlich angehoben. Der Markt wertete dies als Zeichen für mehr Vertrauen in die Nachfrage. US-Öl war auf 120,99 Dollar gestiegen, den höchsten Stand seit März. Brent-Preise notierten zeitgleich bei 121,95 US-Dollar, dem höchsten Stand seit letzter Woche.
Der Ölpreis stieg weiter, obwohl der Ölverband OPEC+ seine Förderung im Juli und August ausweiten will. Analysten waren skeptisch, ob das zusätzliche Angebot ausreichen würde, um das knappe Angebot des Weltmarktes auszugleichen. Vor allem die russische Produktion stand zuletzt durch schwere westliche Sanktionen infolge des Ukrainekriegs unter Druck.
Einziges Hindernis für einen deutlicheren Anstieg der Ölpreise Anfang der Woche war laut Händlern ein Bericht des größten unabhängigen Rohölhändlers Vitol, dem zufolge die US-Regierung vor den großen Wahlen zum Senat und Kongress unter Druck stand . im November könnte mehr iranisches Öl auf den Weltmarkt gelangen./jkr/mis
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