Omicron-Impfstoff kommt bald: Lauterbach rät Impfwilligen zum Abwarten

Omicron-Impfstoff kommt bald Lauterbach rät Impfwilligen, abzuwarten

01.09.2022 09:54 Uhr

Die EMA will angepasste Omicron-Impfstoffe zulassen, die Ärzten bald zur Verfügung stehen werden. Gesundheitsminister Lauterbach empfiehlt daher, kurz abzuwarten. Welcher der neuen Impfstoffe als nächstes geimpft werde, sei egal, so der SPD-Mann.

Angesichts der anstehenden Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zu angepassten Impfstoffen gegen das Corona-Virus riet Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dazu, die neuen Impfstoffe abzuwarten, wenn sie gegen das Virus geimpft seien. „Jetzt ist es sinnvoll, ein paar Tage zu warten, bis der neue Impfstoff verfügbar ist“, sagte Lauterbach dem „Morgenmagazin“ der ARD.

Die beiden neuen, auf die omicron-Variante angepassten Impfstoffe bieten einen „sehr guten Schutz“ gegen alte und neue Virusvarianten. Sie enthielten Teile des alten Impfstoffs plus Teile, die gegen Omicron-Varianten schützten.

Dass ältere Impfstoffe nun auslaufen, bezeichnete Lauterbach als “Luxusproblem”. Die Impfung kann jedem angeboten werden, der dies wünscht. „Zunächst einmal bin ich dankbar, dass dieser große wissenschaftliche Sprung gelungen ist“, sagte Lauterbach. Die neuen Impfstoffe bieten Schutz gegen alle bekannten Varianten und schützen wahrscheinlich auch vor einer Ansteckung.

Lauterbach ist nach eigenen Angaben mit der Ständigen Impfkommission (STIKO) im Gespräch. Eine Woche nach der Zulassung des neuen Impfstoffs wird die Gruppe eine Empfehlung abgeben. Eine Entscheidung der EMA über die Zulassung von an die omicron-Variante angepassten Corona-Impfstoffen in der EU wird am Donnerstag oder Freitag erwartet. Impfstoffanträge gegen den Subtyp omicron BA.1 wurden von der Mainzer Biotech-Firma Biontech und ihrem US-Partner Pfizer sowie dem US-Pharmaunternehmen Moderna gestellt.

Lauterbachs Plänen zufolge sollen die neuen Impfstoffe nach der Zulassung nächste Woche ausgeliefert werden. Die neuen Impfstoffe seien zwar auf die BA.1-Variante zugeschnitten, aber auch gegen andere omicron-Varianten wirksam, erklärte Lauterbach Anfang dieser Woche in einem Brief an Dienstleister der Impfkampagne. Ein weiterer neuer Impfstoff, der aus den BA.4- und BA.5-Varianten von Omicron angepasst wurde, „wird nur wenige Wochen später verfügbar sein“, heißt es in dem Schreiben ebenfalls.

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