von. – 10.06.2022 12:25 (akt. 10.06.2022 20:42)
OMV steigert nach dem Unfall in der Raffinerie Schwechat die Produktion wieder © APA / ROLAND SCHLAGER (Archivbild)
Nach dem Unfall in der Raffinerie OMV Schwechat steigt die Produktion andernorts. Fehlende Mengen will der Konzern nachkaufen.
Der Absturz nach dem Unglück in der OMV-Raffinerie in Schwechat in der vergangenen Woche wird von den anderen Raffinerien im Konzern kompensiert. Zudem müsse die Produktionskapazität einer kleineren Rohöldestillationsanlage erhöht werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Weitere Raffinerien sollen den OMV-Standort Schwechat beliefern
Wien. Die weiteren Raffinerien des Konzerns in Burghausen (Süddeutschland) und Petrobrazi (Rumänien) werden den Standort Schwechat mit Einsatzstoffen versorgen und größere Mengen an Kraftstoffen für den österreichischen Markt liefern. Sämtliches in Österreich produziertes Rohöl könne weiterhin uneingeschränkt mit der Produktionskapazität einer kleineren Rohöldestillationsanlage verarbeitet werden, heißt es in der Mitteilung. Zudem prüft das Unternehmen derzeit, ob die Produktionskapazität in Schwechat durch kurzfristige Anpassungen erhöht werden kann.
OMV will zusätzliche Mengen kaufen
Außerdem will die OMV die fehlenden Mengen kaufen, wofür sie sich bereits mit den Logistikpartnern einig ist. Der Unfall wird derzeit untersucht, aber es ist noch nicht abschätzbar, wie lange die Reparatur des Systems dauern wird. Die OMV gratulierte zur Freigabe der Treibstoffreserven durch den Staat.
OMV-Crash verursacht Kerosin-Engpässe am Flughafen Wien
Der Unfall hatte zuletzt zu Engpässen bei der Kerosinversorgung des Flughafens Wien geführt. Der Flughafen habe dies den Fluggesellschaften mitgeteilt und sie gebeten, je nach Flugstrecke möglichst woanders zu tanken, „um mit Reservierungen sparsam umzugehen“, sagte ein Sprecher der OMV am Donnerstag. Auswirkungen auf den Flugbetrieb ergeben sich jedoch nicht.