ORF-Chef Weißmann macht eine klare Ansage zum GIS-Wechsel

Auch wer nur ORF auf Computer oder Handy überträgt, muss bald für GIS bezahlen. ORF-Chef Weißmann betont, dass es in Wirklichkeit “nicht um mehr Geld” gehe.

Die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs zum Stand der Verfassungswidrigkeit der Erhebung von Programmentgelten auf der Grundlage von Rundfunkeinrichtungen, die Streaming jedoch vollständig außer Acht lässt, hat die Politik in Aufruhr versetzt. Zumindest Teile davon: Während die FPÖ die alten Schlachtrufe für die komplette Abschaffung von GIS auspackt, können sich NEOS und der Juniorpartner der Grünen-Koalition vorstellen, GIS durch einen (niedrigeren) Familientarif zu ersetzen.

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Aus dem für Medien zuständigen Ministerium sagte Susanne Raab (ÖVP), die seit langem an einem neuen ORF-Gesetz arbeitet, erst an diesem Dienstag: „Die Feststellung des VfGH ist zu berücksichtigen und wird derzeit im Detail geprüft, insbesondere bzgl um die Menschen in unserem Land so wenig wie möglich zu belasten.“

Die SPÖ fordert die Regierung zum Handeln auf

Jörg Leichtfried als SPÖ-Mediensprecher forderte umgehend: “Die türkis-grüne Regierung verspricht seit zwei Jahren ein neues ORF-Gesetz. Medienminister Raab soll endlich einen Vorschlag für ein Gesamtpaket auf den Tisch legen, der dann diskutiert werden soll.” mit breiter Beteiligung“.

Die Sozialdemokraten, die als langjährige Regierungspartei für die aktuelle Rechtslage gesamtschuldnerisch mitverantwortlich sind, wollen neben der „Finanzierungssicherheit für den ORF“ eine Mehrbelastung von Haushalten, die keine haben, so weit wie möglich vermeiden noch für ein GIS bezahlt “. Alles muss sozial ausgewogen sein. Laut “Kurier” wollte der ORF die Tür aber digital viel weiter aufstoßen.

Weißmann: „Es geht nicht um mehr Geld“

Doch was sagt ORF-Chef Roland Weißmann dazu? In einem Interview mit der „Kronen Zeitung“ beteuerte der Geschäftsführer, er wolle Politikern „nichts tun“. “Wir stehen mit Erfahrung in verschiedenen Modellen zur Verfügung.”

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Zwar würden dem ORF allein in diesem Jahr durch die bestehende „Streaming-Lücke“ zwischen fünf und sechs Millionen Euro entgehen, betont Weißmann: „Hier geht es aber nicht um mehr Geld, sondern um eine langfristige Planung durch eine Fördergarantie.“ Die Entscheidung des VfGH sei auch für andere Medien von Vorteil, „weil Internetjournalismus etwas kostet“.

Nav-Account rcp Time20.07.2022, 13:29 | Akt: 20.07.2022, 13:32

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