Die Bio-Supermarktkette Basic wurde in Eigenverwaltung insolvent. Märkte sollen offen bleiben.
Die Bio-Supermarktkette Basic befindet sich in Insolvenz und hat Schutzschirmverfahren beim Landgericht München beantragt. Damit will sich Basic in Eigenverwaltung neu aufstellen. Die 20 deutschen Märkte des Bio-Händlers sollen dabei geöffnet bleiben.
„Das Schutzschirmverfahren bietet der Basic AG einen erprobten Rechtsrahmen, um die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen schnell und effektiv bei gleichzeitig laufendem Geschäftsbetrieb umzusetzen“, so das Unternehmen. Es liegt keine Insolvenz vor.
Die Gehälter der rund 520 Mitarbeiter in den 20 deutschen Niederlassungen sind für drei Monate bei der Bundesagentur für Arbeit versichert. Auch die Büros blieben wie gewohnt geöffnet. Sie kommen vor allem in Bayern, aber auch in Hessen, Baden-Württemberg und Österreich vor, wobei letztere nicht Teil des Schutzschirmverfahrens sind. Vorstand und Berater gehen nach Unternehmensangaben davon aus, dass der Restrukturierungsprozess bis zum Sommer abgeschlossen werden kann.
Fehlender Kundenwechsel und steigende Energiekosten
Dem Vernehmen nach hatte die Hauptversammlung der Basic AG dem Schutzschirmverfahren zugestimmt. Wie andere Bio-Marktketten leidet auch das Unternehmen unter steigenden Preisen, was die Nachfrage vor allem bei Bio-Händlern unter Druck setzt. Während die meisten Kunden loyal sind, wechseln 15 Prozent Kunden, die durch die hohe Inflation zurückgehalten werden.
Hinzu kommen die stark gestiegenen Energiekosten, die insbesondere den Einzelhandel mit seinen großen Flächen treffen. Auch steigende Mieten sollen die Basic AG belastet haben. Der größte Naturkosthändler Bacher und der Supermarkt hatten zuvor Insolvenz angemeldet.
Auch die Biomammut-Tochter muss durch das Schutzschirmverfahren saniert werden. Der kürzlich von Basic übernommene Bio-Markt meldete im November Insolvenz an. Biomammoth hat sechs Filialen in Baden-Württemberg. Basic wurde 1997 gegründet und erzielte zuletzt einen Nettoumsatz von rund 150 Millionen Euro.