Die Unwetter richteten in der Steiermark Verwüstungen an, Zivilschutzalarme wurden jedoch nicht ausgelöst.
Nach den verheerenden Unwettern vom Donnerstag stellt sich in der Steiermark die Frage, warum kein Zivilschutzalarm ausgelöst wurde. Insgesamt hatte der Ausnahmezustand in Österreich fünf Menschen das Leben gekostet, darunter zwei Kinder.
Mitarbeiter des Roten Kreuzes äußert Kritik
Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes kritisiert das System in der „Kronen Zeitung“: „Kurz vor 15 Uhr haben wir in unseren internen Wetterberichten gesehen, dass sich an der Südgrenze des Landes eine große Sturmfront öffnet, die sich den Prognosen zufolge bewegt Richtung Steiermark. Wir haben mit dem Schlimmsten gerechnet, deshalb haben wir alle Einsatzkräfte zusammengefasst.“ Der Zivilschutzalarm wurde nicht ausgelöst.
Harald Eitner, der oberste Zivilschutzbeamte des Landes, verteidigt dieses Vorgehen jedoch. Keines der 17 Wettermodelle hätte einen Sturm dieser Größenordnung vorhergesagt. „Ich kann nur warnen, wenn ich belastbare Informationen habe, die diesen Schritt begründen“, sagte Eitner.Außerdem hätte man das Ausmaß erst 20 Minuten vor Beginn des Unwetters erahnen können.
In der Steiermark wartet man nun auf die Einführung der sogenannten „Einführung des Mobilfunkrundfunks“, der die Bevölkerung im Ernstfall noch früher warnen soll. „Dann wird jeder Bürger, der im Mobilfunknetz ist, über die zu erwartende Katastrophe informiert und bestenfalls mit Verhaltenshinweisen versorgt“, sagt Eitner.
Nav-Account TK Zeit19.08.2022, 18:28| Veranstaltung: 19.08.2022, 18:28