Österreich verurteilt den Einsatz von Streumunition durch Russland

von. – 14.06.2022 12:37 (akt. 14.06.2022 12:39)

Österreichisches Außenministerium verurteilt russischen Einsatz von Streumunition im Ukrainekrieg © REUTERS / Ivan Alvarado

Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg hat den russischen Einsatz von Streumunition in der Ukraine „aufs Schärfste“ verurteilt. Laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) kam die Munition sogar in Wohngebieten zum Einsatz.

„Wahllose Angriffe, mit einer international geächteten Waffe, ohne Rücksicht auf das Völkerrecht, sind ein weiterer schwerer Verstoß gegen das Völkerrecht durch Russland“, sagte der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) an diesem Dienstag der APA.

Das österreichische Außenministerium fordert Konsequenzen nach dem Einsatz von Streumunition

Verantwortliche müssen verantwortlich sein. Dies erfordert eine genaue Dokumentation der Ereignisse. In einem Tweet zeigte sich das Ministerium auch „zutiefst besorgt“ über Russlands Einsatz von Streumunition in Charkiw.

Nach Angaben des Außenministeriums stellt Streumunition aufgrund ihrer weitreichenden Wirkung als Waffe das völkerrechtliche Grundprinzip in Frage, das Angriffe auf Zivilisten verbietet und zwischen Zivilisten und Soldaten unterscheidet. Auch Blindgänger bleiben am Boden und stellen oft noch Jahre nach dem Ende eines Konflikts eine Bedrohung für die Zivilbevölkerung dar.

Der Einsatz von Streumunition ist international verboten

Seit 2010 sind Bomben international verboten. Hundert Länder sind der Konvention beigetreten, aber weder Russland noch die Ukraine. Obwohl Russland kein Vertragsstaat ist, sind Angriffe mit Streumunition auch nach allgemein geltendem Völkerrecht verboten.

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