Ostukraine: „Die Lage ist stark eskaliert“

Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei einem Telefonat mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron davor gewarnt, schwere Waffen an die Ukraine zu liefern. Das könne die Situation weiter destabilisieren und die humanitäre Krise verschlimmern, sagte Putin in einer Erklärung des Kremls in Moskau. Scholz und Macron forderten in dem 80-minütigen Gespräch erneut ein Ende des Krieges.

Seit Beginn des Einmarsches in die Ukraine am 24. Februar sind russische Truppen auch südlich des Nachbarlandes vorgerückt. Sie kontrollieren die fast zerstörte Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer, die durch die Straße von Kertsch mit dem Schwarzen Meer verbunden ist, und wollen die Krim über eine Landbrücke mit dem Donbass verbinden. Die Krim liegt zwischen dem nördlichen Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer.

Russland bezeichnet sein Vorgehen in der Ukraine als besondere militärische Operation zum Schutz der dortigen russischsprachigen Bevölkerung. Die Ukraine und westliche Länder hingegen sprechen von einem nicht provozierten Angriffskrieg. Die russische Armee konzentriert derzeit ihre Offensive auf den Donbass, nachdem es ihr nicht gelungen ist, Kiew oder die zweitgrößte Stadt Charkiw einzunehmen. Tausende Menschen, darunter viele Zivilisten, wurden im Krieg getötet. Millionen Menschen wurden vertrieben, viele sind in die Nachbarländer geflohen.

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