ÖVP-Seniorenverband: Gehaltszahlungen mit Förderung

„Der Seniorenbund versucht, vom Parteiengesetz wegzukommen“, sagte Sickinger am Freitag. Knapp zwei Millionen Euro CoV-Förderung hat der oberösterreichische ÖVP-Seniorenverband für Vereine und Nichtregierungsorganisationen erhalten, wobei Parteien und deren Unterorganisationen ausgenommen sind. Anscheinend hat auch der Tiroler Seniorenbund mit diesem Topf Geld verdient: fast 185.000 Euro. Dies wird mit einer formalen Doppelexistenz des Seniorenbundes als Unterorganisation der ÖVP und als Verein argumentiert.

Der Präsident der oö. Der Seniorenbund, Landeshauptmann aD Josef Pühringer, sagte in einem Interview mit den OÖ Nachrichten (Freitagausgabe), dass ein Viertel des Geldes an die Landesführung und der Rest an die 250 „Die Gelder der Landesverwaltung seien fast verbraucht worden ausschließlich um Gehälter zu zahlen. Wir haben 20 Arbeiter und haben die kurze Arbeitszeit während der Corona-Zeit nicht genutzt.“ Er ist überzeugt, dass dann mehr öffentliche Gelder eingenommen worden wären.

Pühringer: Mögliche Mischung im Wahlkampf

Auf die Frage, ob er Veranstaltungen des Vereins 2021, der auch dem ÖVP-Wahlkampf dient, ausschließen könne, sagte er: „Während des Wahlkampfs kann es schon mal etwas durcheinander kommen. Aber ich kann ausschließen, dass das Geld politisch verwendet wurde.“ Veranstaltungen. ” Er rechnet nicht damit, dass dafür etwas bezahlt wird, obwohl Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) es bereits prüft: „Wir machen zu 98 Prozent Vereinsarbeit. Ein Euro Fördermittel wurde für die Parteiarbeit verwendet“, sagte Pühringer. „Wir haben sicherlich nichts illegal verwendet.“

Der Präsident des Seniorenbundes Korosec weist in der Zeitung „Österreich“ alle Vorwürfe zurück: „Alles wurde nach bestem Wissen und Gewissen dargestellt.“ Die Finanzierung „lief ausschließlich über den Verein“. Und auch an die Rückzahlungen denkt der Präsident des Bundesverbandes nicht: “Wir geben nichts zurück.” Korosec stellt auch fest, dass Oberösterreich und Tirol nicht die einzigen Bundesländer mit dieser Praxis waren: “Einige taten es.”

Sickinger: „Ausdrücklich ausgeschlossen“

Dass alles legal ist, scheint Parteifinanzexperte Sickinger zu bezweifeln: „Es ist ausdrücklich ausgeschlossen, dass hier Personalkosten übernommen werden können“, sagte das Morgenjournal gegenüber Ö1. Das könnte auch den Rechnungshof beschäftigen. Teilbetriebe sollten ihre Einnahmen und Ausgaben zum Rechenschaftsbericht offenlegen, “und der Rechnungshof wird natürlich Fragen dazu haben”, ist er überzeugt. Und wenn er zu dem Schluss käme, dass eine Förderung unzulässig sei, „wäre das die Annahme einer Parteispende einer öffentlichen Stelle, und das können Parteiorganisationen nicht tun“.

ach, der Seniorenbund will aber keine Vororganisation der ÖVP sein: „Dem Seniorenbund Österreichs ist auch keine politische Partei bekannt, deren Satzung/Satzung vorsieht, dass der „Verein der Senioren Österreichs“ teilnimmt in den Entscheidungsprozess dieser Partei, etwa durch Veröffentlichungen in ihren Gremien”, schreibt Rechtsanwalt Werner Suppan in einer Stellungnahme. Der Erhalt der Förderung wird durch ein Schreiben des Sozialministeriums begründet, in dem dem Altenrat, in dem auch der Seniorenbund vertreten ist, empfohlen wird, einen Antrag beim ONP-Unterstützungsfonds zu stellen. Und auch die Doppelexistenz als Unterorganisation der ÖVP und als gemeinnütziger Verein wird in die Treffen miteinbezogen, die allerdings weitgehend persönlich sind.

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