Parlament: Das Hilfspaket wird genehmigt

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Das Paket beinhaltet neben dem Strompreisrabattgesetz die Verdopplung des Heizkostenzuschusses auf bis zu 300 Euro und eine Erhöhung der Fahrtkostenbeihilfen einschließlich Anhebung der Einkommensgrenzen bei Zuschüssen und Wohngeld. Alle Fraktionen stimmten den Maßnahmen zu, die die Bevölkerung mit insgesamt 312 Millionen Euro entlasten sollen.

Die Sondersitzung sei zunächst von der Landesregierung beantragt worden, sagte ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger vorab. Zu den in der vergangenen Woche vorgestellten fünf Maßnahmen gehört auch das Schulstartgeld von 100 Euro, das bereits am 7. Juli vom Landtag gebilligt wurde. Finanziert werde das Paket vor allem mit Ausschüttungen der Staatsholding und dem laufenden Haushalt sowie notfalls mit Schulden, sagte er. Schneeberger begründete das Vorziehen der ursprünglich für September geplanten Maßnahmen mit nach oben revidierten Inflationsprognosen und Ankündigungen von Energieversorgern, die Preise im Herbst deutlich anzuheben.

Andere Parteien verorten Wahlkämpfe

Die ÖVP plädiert für die außerordentliche Sitzung mit der nötigen Zeit, die anderen Parteien verorten eine erste Wahlkampfbewegung. Ursprünglich waren die Beschlüsse für die erste ordentliche Landtagssitzung nach der Sommerpause am 22. September geplant. Das Gesetz muss so schnell wie möglich verabschiedet werden, denn es dauert sechs Wochen, bis es in Kraft tritt, sagte ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger: „Wir müssen Maßnahmen entwickeln, die greifen, wenn die Strompreiserhöhungen in Kraft treten. Also können wir das nicht.“ Warte auf September.”

Wie die FPÖ legte auch die SPÖ zahlreiche Änderungsanträge vor, die jedoch abgelehnt wurden. Christian Samwald (SPÖ) zeigte sich dennoch sehr zufrieden: „Nach scheinbar 400 Anträgen, die wir gestellt haben, nach gefühlten 200 laufenden Stunden, nach dringenden Anträgen, bei denen uns noch nicht einmal Dringlichkeit zugestanden wurde, haben sie sich endlich in Bewegung gesetzt. “

Die FPÖ nahm das Paket an, Klubpräsident Udo Landbauer wolle aber nicht die Symptome, sondern die Ursache der Inflation bekämpfen, sagt er. Sie fordert „ein Ende der Sanktionen gegen Russland und damit verbunden eine massive diplomatische Anstrengung zur Lösung des Konflikts. In Wirklichkeit schaden diese Sanktionen nur uns, uns selbst und unseren Landsleuten.”

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Helga Krismer, Landessprecherin der Grünen, ist verärgert darüber, dass Anträge gestellt werden müssen und denkt auch an die anstehende Landtagswahl: „Liebe ÖVP, wenn die ÖVP in ein paar Wochen von Haus zu Haus geht, um Anträge zu stellen. , dann hast du wieder gezeigt, wie du Politik machst.”

Indra Collini (NEOS) stimmt dem Fünf-Punkte-Programm zur Abfederung steigender Preise zu, sieht aber auch Wahlkampftaktik. Diese „Aufwärtsrallye“ sei wohl „eine Kombination aus schlechten Umfragewerten und dem bevorstehenden Wahltermin gewesen. Ich glaube, so muss man das einordnen. Trotz aller Notwendigkeit, sich heute hier zu versammeln.“

Das Fünf-Punkte-Paket und das Strompreisrabattgesetz wurden schließlich einstimmig angenommen.

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