Ein weiterer Passionsspielsommer endete am vergangenen Wochenende in St. Louis. Margarethe. Zur Abschlussdemonstration wurden zum letzten Mal viele Besucher im Römersteinbruch begrüßt.
Insgesamt kann die Passionsspielgemeinde auf 17 erfolgreiche Auftritte zurückblicken. Beim BVZ ziehen Show-Intendant Pastor Richard Geier und Intendant Alexander Wessely ihre eigenen Schlüsse.
„Gemeinsam haben wir beschlossen, etwas Neues zu wagen, einen Neuanfang aus Leidenschaft zu starten und einen qualitativen Quantensprung gemacht.“ Pfarrer Richard Geier
„Wir konnten rund 19.000 Besucher begeistern und ihnen die Geschichte von Jesus näher bringen“, sagte Rektor Richard Geier bei der Abschlussfeier am Sonntagabend, nur wenige Stunden nach der Schlussvorstellung.
2022 war für Geier die erste Saison der Passionsspiele in St. Louis. Margarethe. Als Game Director bestand seine Aufgabe darin, die Lebensgeschichte von Jesus Christus neu zu interpretieren.
„Gemeinsam haben wir beschlossen, etwas Neues zu wagen, aus Leidenschaft einen Neuanfang zu starten und einen qualitativen Quantensprung gemacht“, sagt der Pfarrer. „Also vielen Dank an Alexander Wessely für seine innovative Inszenierung und an Thomas Steiner für seine bewegende Musik für das, was sie aus dem Drehbuch herausgeholt haben.“
Das Werk der Passion des Hl. Margarethen zog in diesem Jahr 19.000 Besucher an. Es wurde zuerst auf der kleineren Bühne von Ruffini gespielt.
Foto: Foto von Peter Wagentristl
Die diesjährige Leidenschaft im Steinbruch mit dem Titel „Emma – Geschichte einer Geliebten“ bestand darin, Jesus als „Provokateur zu zeigen, der das alte Gottesbild zerschlagen und ein neues in die Herzen der Menschen setzen wollte“. Hier wurden die neu integrierten Emmausjünger als erzählerisches Verbindungselement zwischen den von Pfarrer Geier geschriebenen Szenen verwendet.
Neben der anfänglichen Freude am Ende, wenige Tage nach der letzten Aufführung, stellt sich auch ein Gefühl der Erschöpfung und Erleichterung ein. Nachdem die letztjährigen Passionsspiele um ein weiteres Jahr verschoben werden mussten und in der Vorperiode mehrere pandemiebedingte Hindernisse auftraten, kehrt nun bei vielen Beteiligten wieder Ruhe in den Alltag ein.
Unzählige Wochenenden im Römersteinbruch trugen schließlich Früchte: „Ich denke, wir konnten große Erfolge erzielen. Je nach Reaktionen konnten wir die Zuschauer mit dem neuen Werk aus Leidenschaft begeistern“, sagt Geier. „Die Gemeinschaft der Enthusiasten hat einmal mehr gezeigt, was durch Zusammenhalt und Gruppendynamik im Dorf möglich ist.“
Letzte Leidenschaft für Regisseur Wessely
Militärdirektor und Dekan Alexander Wessely zeigt sich nach dem Ende ebenso zufrieden, bleibt aber kritisch: „Insgesamt ist alles gut gelaufen, aber kein Regisseur oder Künstler ist mit seiner Inszenierung zu 100 Prozent zufrieden.“ Teilnehmer: „Manche Akteure haben sich selbst übertroffen und man könnte das ein oder andere Folgeprojekt ableiten. Was zum Beispiel die Geschichte von Judas betrifft, gibt es viele Möglichkeiten“, erklärt Wessely.
Der Militärdekan blickt jedoch besorgt in die Zukunft: „Ich glaube, dass Leidenschaftswerke einen neuen Fokus auf die Zukunft brauchen werden, damit die Geschichte einem jüngeren Publikum nahe gebracht werden kann. Zum 100-jährigen Jubiläum müssen wir uns etwas Neues einfallen lassen, so wie in diesem Jahr.“ Eine Teilnahme an den kommenden Passionsspielen schließt der Regisseur allerdings aus, weil er in nächster Zeit neue Projekte ausprobieren will.
Die bis dato unbekannte und zuvor viel kritisierte Atmosphäre auf Ruffinis kleinerer Bühne wurde schließlich weniger als Hindernis, sondern vielmehr als Vorteil empfunden: „Die Schauspieler waren froh, näher am Publikum spielen zu können. Am Ende konnten wir auch einige Skeptiker überzeugen“, sagt Geier.
Herausragend für den Regisseur war das Engagement der Jüngsten der Gemeinde, von denen sich viele auch dieses Jahr wieder engagierten: „Die Kinder haben sich immer auf ihren Auftritt gefreut und mit Freude gespielt. Nach „Mama“ und „Papa“ scheint „Hosanna“ das dritte Wort eines Kindes in St. Margarethen“, scherzt Geier.
Die diesjährige Sammlung der 17 Vorstellungen würde nach einem Kassencrash auf verschiedene Hilfsorganisationen verteilt. „Es gibt keinen festen Prozentsatz, aber es wird ein großer Prozentsatz“, verspricht Geier. Einen weiteren Teil möchte man für künftige Passionsspiele beiseite lassen.
Doch der nächste Passionsspielsommer lässt nicht lange auf sich warten. 2026 kehren Sie auf die Bühne zurück. Gefeiert wird auch das 100-jährige Jubiläum des 1926 uraufgeführten Werks der Passion von Santa Margarida, dessen nächste Veranstaltung im Herbst vorbereitet wird. Game Director Richard Geier arbeitet bereits an möglichen Neuerungen und Änderungen am aktuellen Drehbuch.
Vielen Dank für Ihr Interesse an BVZ.at.
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem Newsletter. Jetzt kostenlos abonnieren und alle 2 Wochen die besten Storys und Aktionen direkt in dein Postfach erhalten.