In Österreich sind die Rentenunterschiede besonders hoch. In Österreich beziehen Frauen 41 % weniger Rente als Männer. Österreich ist eines der Länder in Europa mit den größten Rentenunterschieden. Ursachen dafür sind die immer noch hohen Lohnunterschiede, fehlende Kinderbetreuungsplätze und eine ungerechte Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern. WIENER NEUSTADT/KREIS. Nationaler Rentengleichstellungstag: Der Tag, ab dem Frauen im Vergleich zu Männern statistisch gesehen nichts mehr bekommen, ist der 3. August 2022. In Niederösterreich spricht man bereits vom 31. Juli 2022. Die Inflation trifft Rentnerinnen gleich doppelt. Die Inflation betrifft Frauen im Ruhestand zweimal. Denn bei niedrigen Einkommen fallen die horrenden Preise für Wohnung, Lebensmittel und Energie umso mehr ins Gewicht. Die SPÖ fordert daher eine Bremse der realen Inflation, damit die Preise nicht weiter steigen. Dazu gehört eine vorübergehende Streichung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel, Gas, Strom und Kraftstoffe sowie ein Einfrieren der Richtmieten bis 2025. Denn die Preise müssen irgendwann wieder sinken.
Die Rentenabteilung hilft nicht
Die automatische Teilung der Renten hilft nicht gegen Altersarmut, wie das WIFO in einer Studie zeigt. Die Wirkung hängt allein vom Einkommen des Paares ab; Fraktionierung hilft nicht, besonders bei niedrigen Einkommen. Sinnvoller wäre es, mehr Beschäftigungszeiten anzurechnen und die Lohnlücke gerichtlich zu schließen. „Frauen haben das Recht auf eine eigenständige und gute Rente, von der sie leben können“, sagten Petra Tanzler, Nationalrätin und Bezirkspräsidentin von Wiener Neustadt, sowie Michaela Binder, Präsidentin des Frauenbezirks. Unter dem Motto „Keine halben Sachen, sondern ganze“ fordern die Frauen der SPÖ ein Renten- und Arbeitsmarktpaket, das kurz- und langfristig hilft: • Rentenerhöhungen bevorzugen • Anrechnung für Elternzeiten erhöhen: 50 Euro plus Rente jeden Monat • echte Inflationsbremse, die Preisspirale wird gestoppt • Lohnrecht nach isländischem Vorbild mit Strafen für Unterzahlungen • Arbeitszeitverkürzung für eine gerechte Verteilung der Familienarbeit • Recht auf eine kostenlose ganzjährige Ganztagsbetreuung u Ort der Bildung
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