Perseidenproblem: Der Vollmond unterbricht Sternschnuppenschauer

11.08.2022 19:57 (Akt. 11.08.2022 19:57)

Jährlich vorgestellter Star: Die Perseiden. ©Reuters

Weitestgehend klarer Himmel, doch Störfaktor: Ein Strom von Sternschnuppen am Nachthimmel erreicht an diesem Wochenende seinen Höhepunkt.

Der Strom der Perseiden habe am Samstag gegen drei Uhr morgens seinen Höhepunkt erreicht, sagte der Präsident des Vereins der Freunde des Deutschen Sterns, Sven Melchert. Während das Wetter am Samstagmorgen und den nächsten Tagen eher freie Sicht auf den Nachthimmel zulässt, gibt es noch einen weiteren Störfaktor. Der Höhepunkt heller kosmischer Trümmer liegt etwa 24 Stunden nach Vollmond, und so stört das Licht des Erdsatelliten die Show für die Zuschauer.

schau nach Osten

Um den Perseidenschwarm zu sehen, sollten Neugierige laut Sternenfreunden nach Osten schauen. Sterngucker konnten normalerweise 30 bis 50 Meteore pro Stunde entdecken. Der mondbeschienene Himmel lässt jedoch nur einen Blick auf die hellsten Exemplare dieses Jahres zu. Der Trabant bleibt die ganze Nacht über dem Horizont.

Die Perseiden scheinen aus dem Sternbild Perseus zu stammen, aber sie sind eine Trümmerwolke des Kometen 109P/Swift-Tuttle, in die die Erde jedes Jahr eintaucht, wenn sie die Sonne umkreist. Laut Friends of the Star wurde der Komet am 19. Juli 1862 unabhängig voneinander von Lewis Swift und Horace Tuttle entdeckt und braucht etwa 133 Jahre, um die Sonne zu umrunden. Der Komet sollte 2126 von der Erde aus sichtbar sein.

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