- Tankstellenmieter im Raum Bamberg unzufrieden mit Kautionsrabatt
- „Es sind nicht die versprochenen 30 Cent“ – so drückt sich der Rabatt wirklich aus
- Der Anreicherung verdächtigte Ölkonzerne
- Ökonomen erwarten jedoch eine bemerkenswerte Entlastung
Der Tankrabatt gilt in Deutschland seit Mittwoch (1. Juni 2022). Der Energiepreis von Benzin sank um 30 Cent und von Diesel um 14 Cent. Eine Preissenkung von 35 Cent auf Benzin und 17 Cent auf Diesel wirkt sich umsatzsteuerlich aus. Doch an einer echten Entlastung der Kunden bestehen große Zweifel. Eine Mieterin einer Tankstelle im Großraum Bamberg, die anonym bleiben möchte, macht in einem Interview mit inFranken.de ihrem Ärger Luft.
Der Rabatt auf Panzer enttäuschte im Großraum Bamberg die Erwartungen
Die Mieter der Tankstellen selbst beeinflussen die Preise nicht, wohl aber die Zentralen der Tankstellen und Mineralölkonzerne. „Wir erhalten keine Benachrichtigung darüber, wir sehen nur, ob sich der Preismarkt geändert hat“, erklärt er.
Dass nur ein Teil der Mineralölsteuersenkung bei den Bürgern ankommt, kann er bestätigen: „Es sind nicht die versprochenen 30 Cent“, sagt der Mieter deutlich. „Am 25. Mai kostete der Super 2,14 Euro der Liter. Wenn es jetzt zwei Euro sind, sind es 14 Cent weniger. Ich frage mich, wo die anderen 16 Cent sind. Und ich ärgere mich darüber, dass wir hier stehen und alle zuhören lassen. Alle.“ Tag lang darüber, wo die Linderung versprochen wird. Niemand sagt: “Jetzt macht das Nachfüllen Spaß.”
Die eigentlichen Empfänger sind die Ölkonzerne. Diese sind nicht zur Übermittlung der Kündigung verpflichtet und könnten bereichert werden, heißt es in der Öffentlichkeit weit verbreitet. Deshalb stehen sie jetzt besonders im Fokus von Andreas Mundt, Präsident des Bundesplakatamtes, wie er am Donnerstag (02.06.2022) dem Deutschlandfunk sagte.
Die Preise ändern sich sprunghaft; Es werden jedoch erhebliche Einsparungen erwartet
Der Mieter der Tankstelle kann die Preisentwicklung nicht nachvollziehen oder vorhersagen. “Es ist gerade unregelmäßig.” Der Preis geht in Schritten von etwa acht Cent hoch und runter. “Sie sind nicht mehr da, und ich kann keine Zeiten empfehlen, in denen der Preis günstiger ist. Meiner Meinung nach geht es nur um den Zweck.” June startete genervt: „Eigentlich hätte der Tank voll werden sollen, aber wir waren am 2. Juni schon leer.“ Denn der Steuervorteil wird bereits ab der Raffinerie abgezogen und deshalb war der Sprit vor Juni für den Konzern teurer in der Anschaffung, musste dann aber ab Juni billiger verkauft werden. Das berichtete auch Hans-Joachim Büttner von einer Walther-Tankstelle in Coburg gegenüber inFranken.de.
„Alles war zum Vorteil des Konzerns“, sagte der Mieter der Tankstelle im Großraum Bamberg. Gleichzeitig bricht er mit den Preishoffnungen der Vorkriegszeit: “Davon sind wir noch weit entfernt.” Bis August soll die Maßnahme umgesetzt werden, wie sich die Preise bis dahin entwickeln, steht für sie in den Sternen. Der Leiter des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sagte der Rheinischen Post am Donnerstag (02.06.2022), er erwarte durch die Steuersenkung jedoch deutliche Einsparungen für die Verbraucher.
Studien haben gezeigt, dass die Mehrwertsteuersenkung während der Corona-Krise zu 80 Prozent an Dieselkunden und zu 40 Prozent an Benzinkunden weitergegeben wurde. „Bei Hinweisen auf missbräuchliches Verhalten“ werde das Kartellamt ein Verfahren einleiten, sagte er.