- Bei einem Angriff auf eine katholische Kirche im Südwesten Nigerias sind am Pfingstsonntag mindestens 21 Menschen getötet worden.
- Das teilten die örtlichen Behörden am Montagmorgen mit.
- Die Zahl der Todesopfer ist noch unklar, einigen Quellen zufolge könnte sie 100 erreichen.
Unter den Toten seien Dutzende Kinder und schwangere Frauen, sagte Oluwole Ogunmolasuyi, ein Lokalpolitiker aus dem südwestlichen Bundesstaat Ondo. „Es war empörend, wir haben so etwas noch nie gesehen“, sagte Ogunmolasuyi, nachdem er die Kirche und ein Krankenhaus besucht hatte, in dem Dutzende von Verletzten behandelt werden. “Die Zahl der Todesopfer liegt zwischen 70 und 100”, sagt Ogunmolasuyi.
Die genaue Zahl der Opfer und welche Gruppe hinter dem Angriff steckt, ist noch unklar. Behörden sprachen am Sonntag zunächst von bis zu 50 Toten, lokale Behörden sprachen am Montagmorgen von mindestens 21 Toten. Die Regierung hat eine Untersuchung eingeleitet.
Der Angriff auf die Stadt Owo fand während des Sonntagsgottesdienstes in der St. Francis Church statt. „Das Dynamit ist in der Kirche explodiert (…). Die Angreifer sind nicht einmal in die Kirche eingedrungen, sie haben durch die Fenster geschossen“, sagte der Sprecher des Landesgouverneurs der Nachrichtenagentur AFP, Richard Olatunde.
“Abscheulich und satanisch”
Der Gouverneur des Bundesstaates Ondo, Rotimi Akeredolu, nannte den Angriff “ekelhaft und satanisch” und fügte hinzu, dass “es ein kalkulierter Angriff auf Owos friedliebendes Volk ist”.
In den sozialen Medien kursiert eine Videoaufzeichnung, die den Ort des Geschehens zeigen soll. Offenbar sind Tote blutüberströmt am Boden liegend zu sehen, darunter auch Kinder.
Bisher konnte niemand die perfekte Lösung einsenden, was nicht verwunderlich ist. Anwohner vermuten, dass der Angriff von Extremisten im Norden Nigerias ausgeführt wurde.
Viele Angriffe auf Kirchen
Dschihadistische Gruppen haben in den letzten Jahren viele Angriffe auf überwiegend muslimische Kirchen im Norden Nigerias verübt. Dies ist das erste Mal, dass eine Kirche im überwiegend christlichen Süden angegriffen wurde.
In dem westafrikanischen Land mit rund 206 Millionen Einwohnern kommt es immer wieder zu religiösen Konflikten, vor allem zwischen Muslimen und Christen.