Pflanzliche Babynahrung liegt auch in der Schweiz im Trend

Pflanzliche Lebensmittel für Babys und Kleinkinder erobern den Markt. Auch in der Schweiz.

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Gepostet am 12. Juli 2022, 11:32 Uhr

Gewöhnung an Gemüse: Vegane Babynahrung liegt im Trend, auch in der Schweiz

Der Wunsch der Eltern, ihr Baby mit pflanzlicher Nahrung zu ernähren, wächst. Ein grosser Hersteller verkauft mittlerweile pflanzliches Protein für die Flasche, und ein Schweizer Start-up setzt schon lange auf Gemüsebrei.

Der Lebensmittelriese Danone bringt pflanzliche Babynahrung auf den Markt und reagiert damit auf den Wunsch vieler Eltern, ihr Baby vegetarisch, flexibel oder pflanzlich zu ernähren, so das Unternehmen. Eine pflanzenbasierte Ernährung besteht hauptsächlich aus pflanzlichen Lebensmitteln. Anders als bei der veganen Ernährung schließt sie kleine Mengen tierischer Lebensmittel nicht aus: bei Danone zum Beispiel kleine Mengen Milch.

Immer mehr Eltern möchten ihre Kinder pflanzenbasiert ernähren.

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Laut Danone ist die neue Babynahrung die branchenweit erste kombinierte Babynahrung, bei der mehr als die Hälfte, nämlich 60 Prozent, des Proteins aus Pflanzen stammt. Es wurde speziell für eine vegetarische Ernährung entwickelt.

Die neue Dairy & Plants Blend-Babynahrung von Danone besteht zu 60 % aus pflanzlichen Zutaten.

Danone

Proteine ​​werden aus nicht-transgenen Sojaproteinen und anderen pflanzlichen Zutaten wie Sonnenblumenöl, Kokosnuss und Raps gewonnen. Die anderen 40 Prozent der Formel sind Milcheiweiß. Dazu gehören Kasein und Molkenprotein aus Kuhmilch sowie Laktose.

Babys an Gemüse gewöhnen

Mit seinen pflanzlichen Produkten möchte Danone Kinder schon früh an den Geschmack von Pflanzen gewöhnen. „Wenn Kinder schon früh mit dem Geschmack von Lebensmitteln konfrontiert werden, kann dies dazu beitragen, zukünftige Lebensmittelpräferenzen zu prägen, beispielsweise für Gemüse“, sagt das Unternehmen.

“Unsere Formel wurde entwickelt, um Babys und Kleinkinder sanft an botanische Aromen heranzuführen und eine Orientierungshilfe für zukünftige flexible Lebensmittelentscheidungen zu bieten.”

Die neue Babynahrung von Danone soll Kinder schon in jungen Jahren an den Geschmack von Pflanzen gewöhnen.

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Der Pflanzenverbrauch nimmt rapide zu. 37 Prozent der EU-Verbraucher entscheiden sich für eine vegane, vegetarische oder flexitäre Ernährung. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die für Danone durchgeführt wurde. Fast 70 Prozent der Eltern wünschen sich der Umfrage zufolge auch, dass ihre Kinder mehr pflanzliche Lebensmittel essen. Sie weisen darauf hin, dass dadurch auch der CO2-Ausstoß reduziert wird.

Vegane Ernährung für Babys: Das sagen Experten

Möchten Sie auch, dass Ihr Kind Obst und Gemüse besser schmeckt? Der Ursprung liegt laut Danone in der Babynahrung.

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Irgendwas in der Schweiz

Die neue Formel von Danone wird zunächst in den Niederlanden eingeführt, andere Länder werden Ende 2022 unter der Marke Aptamil fortfahren.

Pflanzliche Ernährung für Kinder ist in der Schweiz schon lange ein Thema. Das Zuger Start-up Yamo vertreibt seit 2017 frische Snacks und alternative Gläser aus Bio-Zutaten und biologischem Anbau.

„Die ersten 1000 Tage entscheiden über die Gesundheit eines Kindes. Krankheiten wie Typ-2-Diabetes oder Allergien stehen in engem Zusammenhang mit der Aufnahme von Gemüse und Obst“, erklärt Yamo-Mitbegründer Luca Michas.

Er und seine Teamkollegen hatten es entdeckt, nachdem sie sich zum ersten Mal vegan ernährt hatten und immer wieder von den Zusatzstoffen einiger Produkte überrascht worden waren. „Am Ende haben wir auf Babynahrung zurückgegriffen, weil wir dachten, es muss etwas Gutes geben. Aber das war nicht der Fall.“

Ein Teil der Babynahrung war zudem bis zu fünf Jahre haltbar, was allen dreien Stirnrunzeln bescherte. Der Lebensmittelwissenschaftler und Teamkollege Jose machte auch auf die kritischen Zutaten und den zugesetzten Zucker aufmerksam. „Das wollten wir ändern und haben vor der Gründung von Yamo mit Eltern darüber gesprochen, was sie sich wünschen, wenn es um die Ernährung ihrer Kinder geht“, sagt Michas.

Grund zur Kritik?

Auf die Frage, ob es zeitweise Kritik gegeben habe oder ob die Leute der Meinung seien, dass das Kinderglas Bolognese-Brei enthalten sollte, antwortete Michas: „Überraschenderweise gibt es fast keine Kritik.“ Yamo leistet viel Aufklärungsarbeit in den sozialen Medien und erwähnt die Vorteile pflanzlicher Ernährung. „Aber wir sagen nicht: Füttere dein Kind ausschließlich mit Yamo, sondern ergänze es.“

Sichere Eltern würden die Hälfte der Zeit für ihr Kind kochen, was sie wollen, und Yamo die andere Hälfte unterstützen. Dies hilft der Umwelt und der Gesundheit, beides Anliegen, die Yamo schätzt, so der Mitbegründer.

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