– Mitten in der Nacht fuhren die ersten Einsatzfahrzeuge los, dann musste alles ganz schnell gehen: Im mittelfränkischen Geckenheim wurden mehrere Gebäude in Brand gesteckt. Das schnelle Eingreifen zahlreicher Einsatzkräfte verhinderte das Schlimmste.
Gegen 1.45 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der Feuerwehr und des Rettungsdienstes der Notruf ein: Zunächst brannte in Geckenheim im Landkreis Neustadt-Aisch-Bad Windsheim nur eine Scheune. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, standen nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken bereits mehrere Scheunen in Flammen.
Innerhalb kürzester Zeit mussten zahlreiche Feuerwehrleute aus den umliegenden Gemeinden heranrücken. Freiwillige Feuerwehren aus Weigenheim, Uffenheim, Bad Windsheim, Illesheim, Geckenheim, Gollhofen und Rothenburg gaben ihr Bestes, um die riesigen Flammen unter Kontrolle zu bringen. Sie haben trotz der enormen Herausforderungen Hand in Hand gearbeitet, erklärt Rüdiger Neumeister, Leiter der Kreisfeuerwehr.
Aufgrund der enormen Hitze und des Funkenflugs hatten die rund 160 Einsatzkräfte große Mühe, das Feuer zu löschen. Die Hitze der vergangenen Woche habe auch in Franken zu Niedrigwasser geführt, sagte Feuerwehrchef Bernd Dingfelder der Nachrichtenagentur News5. Aufgrund der schwierigen Wasserversorgung musste das Hydrantennetz genutzt werden und die Einsatzleitung forderte zudem zusätzliche Löschfahrzeuge an.
Nach wenigen Stunden konnten die Brände gelöscht werden, der Einsatz dauerte aber bis Mittag, weil die Einsatzkräfte noch die letzten Glutnester brachen. „Jeder hat bei dieser Mission eine Herausforderung“, sagt Rüdiger Neumeister. Ein Großbrand ist in erster Linie eine körperliche Belastung. Aber es fordert auch einen mentalen Tribut von den Einsatzkräften, insbesondere von denen, die aus derselben Stadt kommen und die Opfer und den Feuerwehrchef kennen. Auch wenn niemand verletzt worden wäre, sähe die Welt für die Betroffenen ganz anders aus, sagte Neumeister.
Deshalb ist es jetzt umso wichtiger zu wissen, warum das Feuer ausgebrochen ist. Am Vormittag nahmen Beamte des Ständigen Kriminaldienstes die polizeilichen Ermittlungen wieder auf. Die Kriminalpolizei Ansbach wird die Ermittlungen im weiteren Verlauf übernehmen.
Einige Gebäude stürzten ein und schließlich gingen fünf Wirtschaftsgebäude in Flammen auf. Die Polizei schätzt den Schaden auf einen mittleren fünfstelligen Betrag.